Thema:

Grüneburgpark

Antrag der FDP-Fraktion zum Grüneburgpark

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

Der Magistrat wird beauftragt, im Rahmen der Sanierung des Grüneburgparks einen Mittelweg zu finden zwischen der historischen Gestaltung durch den Landschaftsarchitekten Heinrich Siesmayer im 19. Jahrhundert einerseits und dem Erhalt der in den vergangenen Jahren sehr üppig gewachsenen Baum- und Grünbestand andererseits. Ziel muss es sein, die einstmalige Baumanordnung wieder stärker erkennbar werden zu lassen, sich historische Strukturen und Sichtbeziehungen zu nähern, ohne übermäßig in den mittlerweile gewachsenen Bestand einzugreifen.

Begründung:

Der Erhalt der wenigen denkmalgeschützten Parks im Frankfurter Stadtgebiet sollte hohe Priorität haben. Neben der ästhetischen Bedeutung und den Aspekten der Freizeitnutzung kommt den Parks auch eine ökologische Rolle zu, die im Zeitalter des Klimawandels von enormer Bedeutung ist. Aus diesem Grund ist es wichtig, die Parks in Frankfurt zu erhalten und weiter zu entwickeln. Jedoch bedeutet dies nicht, dass denkmalgeschützte Parks wie der Grüneburgpark zu ökologischen Wildparks werden. Das Grünflächenamt hatte Ende 2011 ein Sanierungskonzept für den Grüneburgpark vorgeschlagen, das von einem Landschaftsarchitektenbüro in Zürich entworfen wurde. Die Bäume im Grüneburgpark sollten nach Aussagen des Architekten erhalten bleiben und damit den Parkcharakter unterstreichen. Mit dem Konzept wollte man zurück zu den perfekten Raumproportionen und Sichtachsen des englischen Landschaftsparks, den der Gartenkünstler Heinrich Siesmayer im späteren 19. Jahrhundert für die Bankiersfamilie Rotschild angelegt hatte. Der Grüneburgpark steht heute unter Denkmalschutz. Landesgartendenkmalpfleger dementieren die Aussage, dass der Denkmalschutz in einem Park mit Baumfällungen zu assoziieren ist. Ziel ist es primär eine kontinuierliche, gezielte Pflege des Grüneburgparks zu erreichen – daran sollte die Stadt Frankfurt festhalten.