Ausschreibung für Amtsleiterstelle für neues Amt für Kommunikation und Stadtmarketing wiederholen

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

Der Magistrat wird aufgefordert,

1. das laufende Verfahren zur Besetzung der Amtsleiterstelle für das neue Amt für Kommunikation und Stadtmarketing zu stoppen und

2. die Ausschreibung in einem ordentlichen öffentlichen Verfahren zu wiederholen, das u. a. folgende Punkte berücksichtigt:

– Anzeigenveröffentlichungen in der Frankfurter Tagespresse (FAZ, FNP, FR) und in weiteren bedeutenden überregionalen Tages- oder Wochenzeitungen,

– Anzeigenveröffentlichung in den einschlägigen Online-Portalen,

– Erweiterung des Qualifikationskriteriums Studienabschluss auf andere geeignete Hochschulfächer, wie z.B. Jura, Betriebs-, Wirtschafts- und Volkswirtschaft etc.

Begründung:

Das derzeit laufende Ausschreibungsverfahren erscheint nicht geeignet, eine der Bedeutung der zu besetzenden Position angemessenen Zahl von Bewerbungen zu generieren, aus der ein(e) bestmöglich geeignete(r) Kandidat(in) ausgewählt werden kann. Die Stellenanzeige ist offenbar lediglich in einer überregionalen Zeitung erschienen, nicht aber in Frankfurter Tageszeitungen und auch nicht in Online-Portalen. Zudem ist nicht einleuchtend, weshalb der oder die künftige Stelleninhaber oder -inhaberin, wie in der aktuellen Stellenausschreibung formuliert, speziell ein Studium im „gesellschafts- oder sozialwissenschaftlichen Bereich“ aufweisen sollte. Juristen, Betriebs-, Wirtschafts- und Volkswirtschaftler(innen), um nur einige weitere Studienqualifikationen zu nennen, sind grundsätzlich mindestens ebenso gut für diese Leitungsstelle geeignet, wie Sozialwissenschaftler(innen).

Aus den genannten Gründen, und auch um den Verdacht zu vermeiden, die Ausschreibung sei auf eine bestimmte Person zugeschnitten, sollte das laufende Verfahren gestoppt und ein neues Verfahren gestartet werden, bei dem die Ausschreibungs- und Qualifikationskriterien den multiplen Anforderungen der zu besetzenden Position entsprechend adäquat formuliert sind. Es ist in diesem Zusammenhang beispielsweise nicht ersichtlich, weshalb gemäß der bisherigen Ausschreibung „die Kenntnis der lokalen kommunalpolitischen und wirtschaftlichen Akteure und des Tourismusbereiches wichtig“ sind, da lediglich die Bekanntschaft mit in der Stadt Frankfurt und in der Region agierenden Personen sicherlich kein Qualifikationskriterium darstellt. Außerdem scheint diese Formulierung ein Ausschlusskriterium für bestens geeignete Bewerber(innen) zu sein, die ihr bisheriges berufliches Wirkungsfeld eher außerhalb der Rhein-Main-Region haben. Auch ist nicht einleuchtend, weshalb „einschlägige Erfahrungen im Ehrenamt“ für die zu besetzende Position ausschlaggebend sein sollten.

Antragsteller:

Stadtv. Dr. Uwe Schulz
Stadtv. Annette Rinn
Stadtv. Stephanie Wüst
Stadtv. Stefan Freiherr von Wangenheim