A 661

Stadtv. Annette Rinn  – FDP –

Die Bundesregierung hat vor einiger Zeit entschieden, dass die A 661 nicht vor dem Jahr 2030 auf sechs Spuren erweitert werden soll.

Ich frage den Magistrat:

Welche Auswirkungen wird dies nach Ansicht des Magistrates gegebenenfalls auf den weiteren Fortgang des Baus des Riederwaldtunnels haben, und welche Auswirkungen nach dessen Inbetriebnahme auf die künftige Verkehrssituation auf den Autobahnen A 661 und A 66?

 

Antwort des Magistrats:

Die Planung des Riederwaldtunnels und des Erlenbruchdreiecks geht bisher nicht von dem im Rahmen der Aufstellung des Bundesverkehrswegeplans untersuchten durchgehend sechsstreifigen Ausbau der A 661 aus. Die im Bundesverkehrswegeplan vorgenommene Einstufung des sechsstreifigen Ausbaus in die Kategorie „Weiterer Bedarf mit Planungsrecht“ zieht insofern keine veränderten Randbedingungen für die aktuellen Planungen nach sich.

Diese Einschätzung teilt auch Hessen Mobil, das auf Nachfrage des Verkehrsdezernats mitgeteilt hat: „Die Untersuchungen zur Aufstellung des Bundesverkehrswegeplans 2030 zeigen für das gesamte Autobahnnetz in und um Frankfurt einen mehr oder weniger dringlichen Ausbaubedarf. Die im Bundesverkehrswegeplan vorgenommene Priorisierung des Ausbaus der A 3 und der A 5 ist vor dem Hintergrund des prognostizierten starken Anstiegs insbesondere des Fernverkehrs positiv für die Verkehrssituation auf der A 66 und A 661.“

Die bisherigen Planungen für den Riederwaldtunnel gehen von einer vierspurigen Ostumfahrung aus. Der (vorläufige) Verzicht auf den sechsspurigen Ausbau der A661 hat deshalb keinen Einfluss auf die Planung des Riederwaldtunnels. Der hessische Verkehrsminister Tarek Al-Wazir erarbeitet demnächst eine neue Verkehrsprognose unter Berücksichtigung der aktuellen Planung und der aktuellen Einwohnerprognose. Nach Vorlage der Prognose wird der Magistrat diese bewerten und die Bewertung der Stadtverordnetenversammlung zukommen lassen.