Angebote zur Hilfe beim Stillen und zu weiteren Nachsorgethemen für Mütter ohne Hebamme stadtweit ausbauen

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

  1. Der Magistrat wird aufgefordert zu prüfen und zu berichten, an welchen Kliniken in Frankfurt es bereits Stillambulanzen wie am Krankenhaus Nordwest gibt und, wenn es diese nicht gibt, ob die Kliniken bereit wären, ähnliche Angebote zur Hilfe beim Stillen etc. für Frauen, die in ihrer Klinik entbunden und keine Hebamme gefunden haben, einzurichten und  wie die Stadt sie ggf. dabei unterstützen könnte.
  2. Ferner wird der Magistrat gebeten zu prüfen und zu berichten, ob am Gesundheitsamt  ̶  zum Beispiel im Bereich der Frühen Hilfen  ̶  oder beim Jugend- und Sozialamt der Stadt Frankfurt und/oder den einzelnen Schwangerschaftsberatungsstellen bei den diversen Trägern in den einzelnen Stadtteilen Angebote zur Hilfe beim Stillen etc. eingerichtet bzw. in das bestehende Beratungsangebot integriert werden könnten.

Begründung:

Mütter ohne Hebamme, die Unterstützung beim Stillen benötigen oder Fragen zu weiteren Nachsorgethemen haben, sollten Hilfe unkompliziert in ihrem Stadtteil oder bei einer Einrichtung der Stadt Frankfurt finden. Das Stillen soll laut Studien eine wichtige Bedeutung für die Gesundheit und Entwicklung des Kindes haben. Jede Mutter sollte die Möglichkeit haben, Hilfe zum Stillen zu bekommen, wenn sie diese benötigt. Der andauernde Hebammenmangel in Frankfurt macht es notwendig, kurzfristig  Lösungen zu finden, wie Mütter ohne Hebamme unterstützt werden können. Das Krankenhaus Nordwest ist mit seinem Nachsorgeangebot der Stillambulanz ein Beispiel dafür: Mütter ohne Hebamme, die im Krankenhaus Nordwest entbunden und keine Hebamme für die Nachbetreuung zu Hause gefunden haben, erhalten in der Stillambulanz Beratung beim Stillen und anderen Nachsorgethemen durch klinikeigene Hebammen.