Ernst-May-Viertel/Bebauungsplan Nr. 914/Atterberry-Ost

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

Die Vorlage wird so lange zurückgestellt, bis entschieden ist, in welcher Variante die Einhausung der A 661 im Bereich der Friedberger Landstraße und der Seckbacher Landstraße realisiert werden wird.

Begründung:

Gemäß der Vorlage M 82 / Sachstandsbericht Ernst-May-Viertel gib es in den Voruntersuchungen zur Einhausung der A 661 derzeit vier verschiedene Planungsvarianten, die sich im Wesentlichen in der Länge des Tunnelbauwerkes und somit in den Realisierungskosten unterscheiden: L = 1200 m, L 2 = 1080 m, L 3 = 880 m und die derzeit von den Planern favorisierte Lösung L 4 = 400 m. Eine Realisierung sowohl der 400 m Variante ( L 4) als auch der  880 m Variante (L 3) würde für die gemäß M 81 / B-Plan 914 parallel zum westlichen Teil der A 661 bedeuten, dass die künftigen Wohnungen nahezu ungeschützt dem Autobahnlärm ausgesetzt wären. Der Grund ist der in diesen beiden Varianten vorgesehene Beginn der Einhausung ca. 150 m südlich der Friedberger Landstraße. Eine vom Verkehrslärm ungeschützte Wohnbebauung ist im Sinne der Wohnqualität nicht akzeptabel. Negative Wohnungsbedingungen, wie sie exemplarisch zwischen der A 66 und dem Cheruskerweg zu finden sind, dürfen sich nicht wiederholen.  Eine Entscheidung für oder gegen die Bebauung „Atterberry Ost“ kann erst gefällt werden, wenn eine endgültige Entscheidung über die Länge der Einhausung getroffen ist. Solange muss die Magistratsvorlage zurückgestellt werden.