Ausbau des Fernwärmenetzes

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

  1. Der Magistrat wird aufgefordert, eine Potenzialstudie zur Emissionsreduktion durch den forcierten Ausbau des Fernwärmenetzes in der Stadt erstellen zu lassen. Die Studie soll Wege zeigen, um das Fernwärmenetz so auszubauen, dass die möglichst flächendeckende Versorgung kommunaler und privater Gebäude durch Nutzung umweltfreundlicher klimaschonender Wärmequellen ermöglicht wird.
  2. Weiterhin wird der Magistrat aufgefordert, alle städtischen Gebäude an das Fernwärmenetz anzubinden oder ersatzweise mit emissionsarmen Wärmequellen auszustatten. Erforderlich ist eine Priorisierung von bestehenden Fördermaßnahmen für emissionsarme Heizsystemen in der Haushaltsplanung.
  3. Im Rahmen einer erweiterten Fernwärme-Konzeption ist zu prüfen, welchen Beitrag die Rückgewinnung von Abwärme aus Industrieanlagen und Rechenzentren leisten und wie die Einbindung solcher Wärmequellen bewerkstelligt werden kann.

Begründung:

Die Wärmeversorgung von Gebäuden privater Haushalte und Unternehmen verursacht einen erheblichen Teil der Treibhausgasemissionen Frankfurts. Die Frankfurter Klimaziele werden nicht erreicht werden können, wenn nicht auch die Wärmeversorgung der Gebäude möglichst zeitnah auf klimaschonende Technologien umgestellt wird. Die günstigste Option besteht in einem konsequenten Ausbau der Fern- bzw. Nahwärmeversorgung im gesamten Stadtgebiet. Vor diesem Hintergrund wird der Magistrat aufgefordert, Haushaltsmittel zur Optimierung der Wärmeversorgung zwecks Emissionsreduktion einzusetzen. Der Ausbau der Fernwärmenetze ist in einem dichtbebaute Raum wie Frankfurt die beste Methode, einen signifikanten Einspareffekt bei den CO2-Emissionen aus der Bereitstellung von Gebäudewärme zu erzielen. Die Stadt muss hier ein attraktives Angebot schaffen, das es allen Hauseigentümern ermöglicht, eine sichere, umweltverträgliche Beheizung von Wohn- und Geschäftsgebäuden zu bekommen.