Belange sowohl von Eintracht Frankfurt als auch der Tennis-University angemessen berücksichtigen

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

Der Magistrat wird aufgefordert, den Ansiedlungswünschen sowohl von Eintracht Frankfurt als auch der Tennis-University zu entsprechen und diese als oberstes Ziel bei der Begutachtungen des Stadiongeländes durch das Planungsbüro Speer zu formulieren. Beiden Organisationen sollen gleichermaßen Nutzungsmöglichkeiten eröffnet werden, um beider Belange angemessen zu entsprechen.

Begründung:

Seit mittlerweile 5 Jahren zeigt die Tennis-University aus Offenbach ein reges Interesse, ihren Standort nach Frankfurt auf die heutige Tennisanlage an der Commerzbank Arena zu verlagern. Leider fanden von Seiten der Stadt Frankfurt bisher keine transparenten Verhandlungen mit den Verantwortlichen der Tennis-University statt. Dabei wäre deren Ansiedlung ein großer Gewinn für Frankfurt, sowohl als Sportstandort als auch für eine Stadt, der das Thema Nachhaltigkeit bei planungspolitischen Fragen von besonderer Wichtigkeit ist. Die betroffene Tennisanlage ist derzeit in erheblichen Maße untergenutzt und defizitär. Eine neuerliche Nutzung zu Tenniszwecken würde die Wahrung der einstigen Investition in die Anlagen bedeuten und entspräche daher einer nachhaltige Nutzung.

Gleichzeitig benötigt Eintracht Frankfurt Raum, um die Infrastruktur sowohl der Geschäftsstelle als auch des Trainingsbetriebes auf das Niveau eines modernen Profivereins und dessen Notwendigkeiten zu bringen. Die neue Vereinsführung hat wiederholt betont, dass die derzeitigen Gegebenheiten den Ansprüchen kaum genügen, auf Dauer die Wettbewerbsfähigkeit der Eintracht zu gewährleisten. Auf dem Gelände rund um die Commerzbankarena sollte es möglich sein – ggfs. wie angedacht unter Nutzung des Gebäudes der ehemaligen Stadiongaststätte – dem berechtigten Anspruch der Eintracht nachzukommen.

Ideen für die Etablierung eines Hotelbetriebes sollten gegenüber den Belangen der Eintracht und der Tennis-University nachrangig behandelt werden.

Antragsteller:    

Stv. Elke Tafel-Stein
Stv. Gert Trinklein
Stv. Stefan von Wangenheim

gez.: Stv. Annette Rinn, Fraktionsvorsitzende