Bürgersprechstunde in der Straßenbahnlinie 18

Einer Presse-Info des KUS zufolge hat der Oberbürgermeister am 10.02. in der Straßenbahnlinie 18 eine „Bürgersprechstunde der besonderen Art“ abgehalten. Demnach servierte der Oberbürgermeister Kaffee und Kuchen als Voraussetzung für „ungezwungene Gespräche mit den Bürgern“. Ob auch bereits Wahlplakate des künftigen OB-Kandidaten Feldmann im Hinblick auf den OB-Wahlkampf 2017 den Straßenbahnwagen verziert hatten, ist nicht überliefert.

Vor diesem Hintergrund frage ich den Magistrat:

Wie kommentiert der Magistrat diese einsame Aktion eines seiner Mitglieder und wie beurteilt er die offensichtliche Tatsache, dass der derzeitige Amtsinhaber und künftige SPD-Kandidat im Hinblick auf die OB-Wahl 2018 Wahlkampf für sich selbst macht?

Antwort des Magistrats:

Wie Sie vielleicht wissen, ist es mir sehr wichtig, als Oberbürgermeister immer wieder direkten Kontakt zu den Bürgerinnen und Bürgern zu halten. Nur so lernt man deren Sorgen und Nöte hautnah kennen. Neben meinen vierteljährlichen Bürgersprechstunden habe ich deshalb die monatlichen Schul-, Firmen- und Hausbesuche eingeführt. In Ergänzung dazu suche ich seit 2015 den direkten Bürgerkontakt in verschiedenen Straßenbahnlinien Frankfurts. Inzwischen habe ich Sprechstunden in den Linien 11, 16 und 18 abgehalten.

Mein Aufruf zur Anmeldung in der Sprechstunde auf Schienen richtet sich gezielt an Menschen, die an der Strecke der entsprechenden Linie wohnen oder arbeiten. Die Resonanz war in der Vergangenheit sehr gut, sodass nicht alle Interessierten zum Zuge kamen. Ein Teil der Anliegen und Anfragen konnte durch mein Bürgerbüro direkt bearbeitet werden. Ein weiterer Teil wurde in die Bürgersprechstunden in meinem Dienstzimmer aufgenommen.

Zusätzlich zu den geplanten Gesprächen bin ich während meiner Rundgänge durch die Bahn mit den Fahrgästen spontan ins Gespräch gekommen und habe somit auch Bürgerinnen und Bürger erreicht, die sich nicht für eine Sprechstunde anmelden würden. Wie in meinem Dienstzimmer auch, biete ich meinen Gesprächspartnern Kaffee und Gebäck an. Die Rückmeldungen zur Sprechstunde auf Schienen waren durchweg positiv. Den Bürgern gefiel der direkte Kontakt „auf Augenhöhe“ in einer ungezwungenen Atmosphäre.