cleanffm

Das Aktionsprogramm „cleanffm“ umfasst verschiedene Maßnahmen, die zu einer deutlichen Verbesserung der Sauberkeit im öffentlichen Raum führen sollen. Unklar ist, inwieweit einzelne Maßnahmen im Anschluss auf ihre Qualität hin überprüft werden, damit die Stadt weiß, welche Maßnahmen erfolgreich umgesetzt wurden und welche zu optimieren sind, um das Ziel der Kampagne auch zu erreichen.

Ich frage den Magistrat:

Gibt es eine Qualitätserfassung, die die Reinigung innerhalb des öffentlichen Raums dokumentiert und deren Erfolge beurteilt?

 

Antwort des Magistrats:

Die Evaluation der Wirksamkeit einzelner Maßnahmen ist ein wesentlicher Bestandteil des Aktionsprogramms „#cleanffm“. Darauf wurde bereits im Magistratsvortrag M 158 hingewiesen, Punkt C.5. Da bei #cleanffm verschiedene Stellen einbezogen sind, wird auch die Überprüfung der Wirksamkeit der einzelnen Maßnahmen differenziert vorgenommen:

So prüft das Grünflächenamt für den Bereich der Grünanlagen und Parks die Erfahrungsberichte der im Kampagnengebiet mit der Reinigung beauftragten Dienstleistungsunternehmen und wertet diese aus. Diese Berichte werden mit den Einschätzungen und Beobachtungen der beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Grünflächenamtes abgeglichen und entsprechende Rückschlüsse gezogen.

Was den Straßenraum angeht, liegt die Verantwortung für die Evaluation bei der Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH, FES. Die FES hat bereits seit dem Jahr 2002 ein Qualitätssicherungssystem für die Straßenreinigung installiert. Dieses System wurde von der FES gemeinsam mit dem Institut INFA entwickelt und gehört heute zum Standardmodul vieler Stadtreinigungsbetriebe in Deutschland. In diesem System werden zufällig ausgewählte Straßenabschnitte hinsichtlich ihrer Sauberkeit durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sogenannte „Eggegugger“, begangen und bewertet.

Die Bewertung kann vor oder nach der Reinigung liegen. Unterschiedliche Verschmutzungskriterien – Zigarettenkippen, Laub, Verpackungen, Dosen, Papier, et cetera – werden hierbei mit einem Schulnotensystem bewertet und der Straßenabschnitt erhält dadurch eine Sauberkeitskennzahl. Wenn die Kennziffer betriebsinterne Vorgaben überschreitet, werden Analysen vorgenommen, woran dies gelegen hat und Konsequenzen gezogen; beispielsweise kann der Ausfall einer Kleinkehrmaschine zu einem schlechteren Reinigungsergebnis beigetragen haben. Im Rahmen des Projekts #cleanffm soll das vorhandene System auf das Projektgebiet ausgeweitet und angepasst werden.

Zurzeit laufen darüber hinaus Gespräche mit dem Betriebsrat, damit eine Evaluation auch am Wochenende möglich ist. Ebenfalls gibt es Gespräche zwischen der FES und dem Grünflächenamt, um das Programm für die Grünanlagen und Parks aus dem Projekt mit dem gleichen System einer Evaluierung unterziehen zu können.

Antragstellende Person(en):
Stadtv. Michael Bross