Denkmalschutz: Ältestes Haus in Niederrad muss erhalten bleiben

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

1. Der Magistrat wird aufgefordert, auf das Landesamt für Denkmalschutz zuzugehen und darauf hinzuwirken, dass das Gebäude in der Kelsterbacher Straße 28, falls noch nicht geschehen, unter Denkmalschutz gestellt wird.

2. Weiter wird der Magistrat aufgefordert, gemeinsam mit dem Landesamt für Denkmalschutz sowie dem städtischen Denkmalamt den Prozess zur Unterschutzstellung zu optimieren und die Kommunikation zwischen den Ämtern deutlich zu verbessern.

3. Ferner wird der Magistrat aufgefordert, die neue Verwaltungsvereinbarung des Landes, die verschiedene Aufgaben an die Stadt Frankfurt delegiert, den Stadtverordneten zur Verfügung zu stellen. Sollte es sich dabei um eine vertrauliche Vereinbarung halten, wird der Magistrat aufgefordert, diese im Rahmen einer vertraulichen Vorlage den Mitgliedern des Planungsausschusses zur Verfügung zu stellen.

Begründung:

Die Kelsterbacher Straße im Stadtteil Niederrad unterliegt eigentlich der Erhaltungssatzung der Stadt Frankfurt, die zum Ziel hat, die städtebauliche Eigenart des Gebiets aufgrund seiner städtebaulichen Gestalt sicherzustellen. Im Falle der Kelsterbacher Straße scheint dies jedoch nicht zu erfolgen, da die Liegenschaft mit der Hausnummer 28 abgerissen werden soll – dabei handelt es sich um eines der ältesten Häuser in Niederrad. Bisher steht das Gebäudewohl noch nicht unter Denkmalschutz, dies gilt es an dieser Stelle dringend zu ändern. Aus diesem Grund ist der Magistrat dazu angehalten, auf die Landesbehörde für Denkmalschutz zuzugehen und eine umgehende Unterschutzstellung der Liegenschaft ‚Kelsterbacher Straße 28′ zu bewirken. 

Des Weiteren hat sich bereits im Falle des Traditionsunternehmens Lorey gezeigt, dass die Kommunikation zwischen dem Landesamt für Denkmalschutz und des städtischen Denkmalamtes dringend optimiert werden muss, damit Unterschutzstellungen deutlich schneller erfolgen. Vor diesem Hintergrund ist der Magistrat aufgefordert, auf beide Ämter zuzugehen und den Prozess zur Unterschutzstellung zu optimieren.

Weiter hatte das Land Hessen über eine Verwaltungsvereinbarung verschiedene Aufgaben an die Stadt weiter delegiert, um Entscheidungen im Denkmalschutz zu beschleunigen. Diese Vereinbarung hat jedoch kein Bestand mehr, allerdings soll mittlerweile eine neu existieren, die jedoch nicht öffentlich zur Verfügung steht. Der Magistrat wird gebeten, diese Verwaltungsvereinbarung dem Planungsausschuss zur Verfügung zu stellen, ggf. als vertrauliche Vorlage.