Die ferne Zukunft des Ratskellers

Nachdem seitens des Magistrates im Jahre 2015 die Schließung des Kantinenbetriebes im Ratskeller des Römers verfügt wurde, sind die Räumlichkeiten ungenutzt und stehen leer. Auf entsprechende Fragen der FDP Fraktion in der Fragestunde vom 14.12.2017 antwortete der Magistrat, dass eine ämterübergreifende Arbeitsgruppe eingerichtet worden ist, die zunächst die Kosten eines Rückbaus der überdimensionierten Kücheneinrichtung in einen „veredelten Rohbau“ zu ermitteln versuche und sich nach Vorliegen der Ergebnisse einer Erarbeitung eines Konzeptes zur künftigen Nutzung der Räumlichkeiten nähern werde. Erst dann könne auch der Frage einer möglichen Etablierung eines Apfelweinmuseums nachgegangen werden. Die besagte Arbeitsgruppe bestehe nach Angaben des Magistrates aus weiblichen und männlichen Vertretern des Personal- und Organisationsamt, des Hauptamtes, des Amtes für Kommunikation und Stadtmarketing, des Gesamtpersonalrates, der Stadtkämmerei sowie des neugeschaffenen Amtes für Bau und Immobilien. Die offenbar nicht allzu schlanke Organisation der Arbeitsgruppe scheint mit ein Grund dafür zu sein, dass nach immerhin drei Jahren ihrer Einsetzung noch keine verwertbaren Ergebnisse ihres vermutlich tiefgründigen Wirkens publik wurden.

Vor diesem Hintergrund fragen wir den Magistrat:

  1. Aus wie vielen Personen besteht die Arbeitsgruppe insgesamt?
  2. Wie oft hat die Arbeitsgruppe getagt und welche (Teil-)Ergebnisse hat sie bisher erarbeitet?
  3. Ist der Übergang der Projektkoordination vom ehemaligen Liegenschaftsamt auf das jetzige Amt für Bau und Immobilien mit die Ursache für den scheinbaren dreijährigen Ergebnisstau der Arbeitsgruppe? Falls nein, was sind die tatsächlichen Ursachen? Falls ja, wie wird der Projektablauf beschleunigt?
  4. Gibt es bereits Ergebnisse zum beabsichtigten Küchenrückbau? Falls ja, mit welchen Kosten ist zu rechnen? Falls nein, aus welchen Gründen gibt es noch keine Ergebnisse und bis wann werden welche vorliegen?
  5. Wie ist sichergestellt, dass der Umfang des beabsichtigten Küchenrückbaus mit einer künftigen Nutzung des Ratskellers kompatibel ist?
  6. Auch wenn es bisher möglicherweise noch kein endgültiges Konzept für den Rückbau der Küche geben sollte, hat sich die Arbeitsgruppe oder der Magistrat Gedanken über die künftige Nutzung des Ratskellers gemacht? Falls nein, weshalb nicht? Falls ja, in welche Richtung gehen die Ideen resultierend aus dem ämterübergreifenden kollektiven Nachdenken?
  7. Wann ist mit einem endgültigen Nutzungskonzept für den Ratskeller zu rechnen bzw. für wann ist vorgesehen, den Stadtverordneten ein solches Konzept zur Entscheidung vorzulegen?
  8. Wird der Vorschlag des Fördervereins Deutsches Apfelweinmuseum, in den Räumlichkeiten des Ratskellers und des Römerkellers ein Apfelweinmuseum und einen öffentlich zugänglichen Gastronomiebetrieb einzurichten, von der Arbeitsgruppe geprüft? Falls nein, warum nicht?