Ebbelwei-Express

Dem Vernehmen nach ist der Mietpreis für den Ebbelwei-Express drastisch angehoben worden. Demnach sei der Mietpreis pro Wagen für eine zweistündige Fahrt von 299 Euro auf 804 Euro angehoben worden. Das entspricht einer Steigerung um satte 169 Prozent. Die Maßnahme erscheint geeignet zu sein, an einer Fahrt interessierte Gruppen nachhaltig abzuschrecken und so die Attraktivität des Ebbelwei- Expresses empfindlich zu schwächen.

Vor diesem Hintergrund frage ich den Magistrat:

Wie kommentiert der Magistrat die oben genannte Preissteigerung, und wie beurteilt er ihre mögliche Auswirkung auf die künftige Nachfrage nach Gruppenfahrten?

Antwort des Magistrats:

Um gewährleisten zu können, dass die Fahrzeuge des Ebbelwei-Express, die mittlerweile 40 Jahre ihre Dienste tun und ursprünglich aus den 1950er-Jahren stammen, noch lange sicher und zuverlässig fahren, war es zwingend erforderlich, die Wagen nach vielen Jahrzehnten im Schieneneinsatz aufwändig und entsprechend kostenintensiv zu überholen und instand zu setzen. Der kostendeckende Betrieb des Ebbelwei-Express erfordert es, diesen Aufwand bei der Preiskalkulation zu berücksichtigen.

Nur der Linienverkehr des Ebbelwei-Express kann auf Basis einer Betrauung als Dienstleistung von allgemeinem wirtschaftlichem Interesse, DAWI, zum Allgemeinwohl defizitär betrieben werden. Der Anmietverkehr stellt keine DAWI-Leistung dar und ist daher als Nebengeschäft vollkostendeckend zu betreiben. Dies erklärt die außerordentliche Preissteigerung. Alle schon bestehenden Verträge wickelt die VGF zwar noch zu den alten Preisen, Stand 2016, ab. Ein Nachfragerückgang bei den Neuanmietungen zeichnet sich aber im Besonderen im Bereich von privaten Anmietern, beispielsweise private Feiern zu allen möglichen Anlässen et cetera, ab. Daneben treten auch gewerbliche Anmieter zu einem nicht unerheblichen Teil zurück.