Entwicklung der Schülerzahlen

Herr Stadtv. von Wangenheim

Aktuell kümmert sich die Stadt um 1.150 minderjährige unbegleitete Flüchtlinge, von denen über 300 langfristig in Frankfurt bleiben werden. Die Anzahl der Intensivklassen hat sich an Frankfurts Schulen bereits erhöht, und viele Kinder werden im kommenden Schuljahr an Frankfurts Grundschulen eingeschult. Auch die weiterführenden Schulen und Berufsschulen werden vermehrten Zuwachs von sogenannten Quereinsteigern erhalten.

Vor diesem Hintergrund frage ich den Magistrat:

Mit wie vielen zusätzlichen Schülern und Quereinsteigern rechnet der Magistrat – zum jetzigen Zeitpunkt – für das kommende Schuljahr, und welche Auswirkungen wird die zu erwartende Entwicklung auf den gerade verabschiedeten Schulentwicklungsplan haben?

Antwort:

Für die Schaffung von weiteren Kapazitäten für das nächste Schuljahr nach Wohnort oder festgestelltem Bildungsstand fehlt es zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch an belastbaren Rahmendaten. Zunächst läuft die Planung für das zweite Halbjahr des laufenden Schuljahres. Vorgesehen sind in den allgemeinbildenden Schulen fünf weitere Intensivklassen für Seiteneinsteiger bzw. „Schülerinnen und Schüler nicht-deutscher-Herkunftssprache“. Dazu gehören neben unbegleiteten Flüchtlingen auch Kinder, die mit ihrer Familie aus europäischen Ländern beispielsweise aus beruflichen Gründen nach Frankfurt kommen.

Das Hessische Kultusministerium hat angekündigt auch im InteA- Programm an den beruflichen Schulen Anpassungen vorzunehmen. Einzelheiten dazu sind noch nicht bekannt.

Auswirkungen auf den verabschiedeten Schulentwicklungsplan sind nicht erkennbar. Der aktuelle Integrierte Schulentwicklungsplan berücksichtigt im Kapitel: “Zugänge für neu zugewanderte Kinder in das Bildungssystem“ diese neue Anforderung. Die Maßnahme dazu befindet sich bereits in Umsetzung. Um die zügige Integration in das Regelschulsystem sicherzustellen und ggf. weitere Kapazitätsanpassungen vorzunehmen wurde eine Koordinierungsgruppe unter Beteiligung verschiedener Ämter gebildet.

Sarah Sorge