Flächen und Plätze für Open-Air-Veranstaltungen freigeben

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

1. Der Magistrat wird aufgefordert, dezernatsübergreifend und gemeinsam mit den Frankfurter Clubbetreibern ein Konzept zu erarbeiten, das Open-Air-Veranstaltungen ermöglicht. Bei dem Konzept sollen folgende Aspekte berücksichtigt werden:

a) Open-Air Veranstaltungen in Industriegebieten, an der Commerzbank-Arena, in Frankfurter Parks und anderen geeigneten Plätzen im gesamten Frankfurter Stadtgebiet.

b) Nutzung des Opernplatzes oder des Friedberger Platzes durch die Clubbetreiber unter entsprechender Einhaltung eines Hygienekonzeptes.

c) Unterstützung bei der Erstellung und Umsetzung eines Schutz- und Hygienekonzeptes.

d) Überprüfung der Lüftungsanlagen in den Clubs – ggf. Unterstützung beim Umbau der Anlagen.

2. Darüber hinaus wird der Magistrat aufgefordert, derzeit ungenutzte große Räumlichkeiten wie die Commerzbank-Arena oder auch einzelne Areale des Flughafens Frankfurt dahingehend zu prüfen, ob diese für Veranstaltungen genutzt und für Events angemietet werden können.

3. Ferner wird der Magistrat aufgefordert, auf die Hessische Landesregierung zuzugehen und Rahmenbedingungen einzufordern, die eine Wiederöffnung der Clubs in Frankfurt unter der Einhaltung bestimmter Auflagen ermöglicht.

Begründung:

Während Clubbesitzer in Frankfurt noch immer von den Corona-Lockerungen ausgenommen sind und ihre Läden geschlossen, etabliert sich mittlerweile auf Frankfurts Plätzen eine Open-Air Partyszene. Viele Frankfurterinnen und Frankfurter sehnen sich nach Normalität und nach einem Platz, an dem sie sich treffen und erholen können. Gerade an den Sommerwochenenden zeigt sich dies durch die zahlreichen Menschen am Opernplatz oder Friedberger Markt. Teilweise kommen bis zu 2.000 Menschen an einem Abend zusammen und feiern ausgelassen – oftmals ohne Einhaltung der Abstandsregeln und ohne jegliche Restriktionen. Gleichzeitig werden die anliegenden Gastronomien angehalten, Daten der Gäste aufzunehmen und strenge Hygienekonzepte einzuhalten, Clubbetreiber müssen Ihre Clubs weiterhin geschlossen halten – zum Wohle und Schutz unserer Gesellschaft. Das ist nicht nachvollziehbar und gegenüber Gastronomen und Clubbetreiber nicht weiter zu vertreten. Um den Menschen in Frankfurt den Raum zum Feiern und Zusammentreffen zu geben und gleichzeitig die Clubbesitzer zu unterstützen und eine Perspektive zu geben, ist die Stadt Frankfurt dazu aufgefordert, gemeinsam mit Clubbetreibern ein Konzept zu erarbeiten, das Veranstaltungen ermöglicht. Ziel des Konzeptes sollte die Schaffung von Rahmenbedingungen für Open-Air-Veranstaltungen in Frankfurt sein, die Clubbetreiber wieder eine Perspektive haben. Eine Nutzung der Flächen durch Clubbetreiber unterliegt nicht nur einem geeigneten Hygienekonzept, sondern führt auch dazu, dass Plätze nicht willkürlicher Vermüllung ausgesetzt sind. Gleichzeitig ist der Magistrat dazu aufgefordert, auf die Hessische Landesregierung zuzugehen und Rahmenbedingungen einzufordern, die eine Wiederöffnung der Clubs in Frankfurt unter der Einhaltung bestimmter Auflagen ermöglicht.