Grundschule am Rebstock

Die im Passivhausstandard erbaute Grundschule am Rebstock bekommt aufgrund einer andauernden Problematik mit der Lüftungsanlage eine sogenannte CO2-Ampel, damit die Schulgemeinde weiß, wann sie lüften muss. Seit Dezember 2016 beklagen sich Schüler und Lehrer immer wieder über Atemprobleme und Augenreizungen. Da auch andere Passivhaus-Schulen über die geschilderte Problematik klagen, soll an allen Schulen eine solche CO2-Ampel installiert werden.

Ich frage den Magistrat:

Wie viele CO2-Ampeln werden an welchen Frankfurter Schulen eingesetzt, und wie hoch werden die Anschaffungskosten für die jeweiligen Geräte sein?

 

Antwort des Magistrats:

Stadträtin Sylvia Weber:

Sehr geehrte Frau Tafel-Stein, die Anschaffung der vorhandenen und jetzt an die Rebstockschule ausgelieferten CO2-Ampeln erfolgte durch das Stadtschulamt bereits im Jahr 2012 für die Ausleihe an Schulen. Diese konnten bisher von den Schulen ausgeliehen werden. Die Beschaffung erfolgte damals über die Firma MB-Systemtechnik, welche heute eine Vielzahl unterschiedlicher Modelle anbietet. Das Nachfolgemodell ist heute zu einem Stückpreis von 213,01 Euro erhältlich. Auf der Internetseite der Firma MB-Systemtechnik erhält man einen Überblick über die verschiedenen Modelle. Darüber hinaus gibt es weitere Anbieter von CO2-Ampeln in unterschiedlichen Preisabstufungen.

Um eine Beschaffung für alle Schulen im Passivhausstandard inklusive der Schulen mit Erweiterungen im Passivhausstandard zu ermöglichen, muss ein Ausschreibungsverfahren nach den städtischen Vergabevorschriften durchgeführt werden. Es gibt sieben neue Schulen, die als Passivhaus gebaut und in Betrieb gegangen sind. Darüber hinaus sind an den Bestandsschulen Erweiterungen beziehungsweise Ersatzbauten wie Cafeterien, Betreuungsräumlichkeiten, Klassentrakte und Turnhallen errichtet worden. Es sind circa 29 Gebäudeteile als Passivhaus gebaut oder entsprechend ertüchtigt worden. Das Pilotprojekt umfasst nur die sieben Schulen, die vollständig als Passivhaus gebaut worden sind.

Bei einer Grobkalkulation von circa sieben Gebäuden im Passivhausstandard, die mit CO2-Ampeln ausgestattet werden sollen und der Annahme einer Vierzügigkeit, ergeben sich pro Schule circa 25 Räume. Insgesamt also sieben Schulen à 25 Räume. Das sind 175 Räume und für jeden Raum eine CO2-Ampel à 210 Euro ergibt insgesamt 36.750 Euro als Kalkulationssumme. Im Rahmen des Ausschreibungsverfahrens werden jedoch günstigere Konditionen erwartet.

Damit Sie auch wissen, um welche sieben Schulen es sich handelt, kann ich diese Ihnen gerne noch einmal vortragen: Das ist einmal die Grundschule Rebstock, wie wir schon wissen, die Panoramaschule, die Liesel-Oestreicher-Schule, das Gymnasium Riedberg, die Marie-Curie-Schule, die Grundschule Riedberg und die IGS West.

 

 

Stadtverordneter Stefan Freiherr von Wangenheim: Zusatzfrage

Vielen Dank, Frau Stadträtin, dass Sie für uns so schön gerechnet haben. Welchen Grund gibt es, dass an den Schulen, an denen es einen sogenannten Passivhauserweiterungsstandard gibt, keine CO2-Ampeln eingerichtet werden sollen, sondern nur an den komplett im Passivhausstandard gebauten Schulen? In diesen Räumen stinkt es auch. Warum dürfen diese Anbauten, Cafeterien, Turnhallen und was auch immer keine von diesen wundervollen Ampeln haben?

 

Stadträtin Sylvia Weber: fortfahrend

Zunächst einmal geht es nicht um das Stinken. Das Stinken ist unangenehm, aber insoweit nicht das Problem. Das Problem war in der Rebstockschule – Sie erinnern sich – ein Ausfall der Lüftungsanlage im Januar, der dazu geführt haben kann, dass die Schülerinnen und Schüler über Kopfschmerzen, Übelkeit und so weiter geklagt haben. Zunächst einmal geht es darum, in einem Pilotprojekt zu erfahren, ob das Anbringen solcher Ampeln und das damit vielleicht verbesserte Lüftungsverhalten der Lehrerinnen und Lehrer und der Schülerinnen und Schüler dazu führt, dass sich die Situation insgesamt verbessert. Insofern werden wir natürlich in einem Pilotprojekt nicht alle Schulen flächendeckend ausstatten, sondern nur die sieben Schulen, die ich genannt habe. Wir werden schauen, ob daraus irgendwelche Verbesserungen zu erwarten sind, und dann entscheiden wir weiter.

 

 

 

 

Antragstellende Person(en):
Stadtv. Stefan Freiherr von Wangenheim