Hauptwache

Stadtv. Elke Tafel-Stein  – FDP –

Leider ist immer wieder zu beobachten und vor allem auch zu hören, dass auf den Straßen rund um die Hauptwache sogenannte Auto-Poser, vulgo: Angeber, ihre aufgemotzten Pkw mit lautem Motorengedröhn auf kurzer Strecke auf sehr deutlich überhöhte Geschwindigkeiten beschleunigen, um an der nächsten Ampel oder Kreuzung abrupt zu bremsen. Für die übrigen Verkehrsteilnehmer stellt diese postpubertäre Wichtigtuerei einiger Zeitgenossen eine ernsthafte Gefahrenquelle dar.

Ich frage den Magistrat:

Welche Maßnahme gedenkt der Magistrat zu unternehmen, um den lauten Kurzstreckenrasern Einhalt zu gebieten, und welche Möglichkeit der Geschwindigkeitsüberwachung in diesem Bereich hält er für wirksam?

 

Antwort des Magistrats:

Die grundsätzliche Problematik dieser Szene ist den zuständigen Behörden bekannt. Als Hauptprobleme gelten die aus übertriebenen Beschleunigungsvorgängen möglichen Verkehrsgefährdungen, Lärmbelästigungen und unzulässige Veränderungen in der Fahrzeugtechnik, weshalb sich vorrangig die Landespolizei mit der Problematik befasst und aktuell nach Lösungsansätzen sucht.

Generell sind Geschwindigkeitskontrollen nur bedingt dazu geeignet, dieser Art von Profilierungssüchten entgegenzuwirken. Der Messwert wird innerhalb einer Messstrecke von 30 Metern ermittelt. Kommt es innerhalb dieser Strecke zu extremen Beschleunigungen oder Geschwindigkeitsreduzierungen, kann ein verlässlicher Messwert nicht gebildet werden und der Fall wird innerhalb des Messgerätes verworfen. Von daher sind speziell die „Kurzstreckenrasereien“ mit den zur Verfügung stehenden Mitteln nicht zu unterbinden. Im Bereich rund um die Hauptwache sind aufgrund der örtlichen Gegebenheiten – starker Verkehr, kurviger Straßenverlauf, enge Fahrbahn – Geschwindigkeitsübertretungen von signifikantem Ausmaß nicht zu erwarten, weshalb Kontrollen dort eindeutig zu Lasten stärker gefährdeter Bereiche – vor Kindergärten, Schulen, Bushaltestellen, Bewohnergebiete et cetera – gehen würden.