Home Sharing II

Der Hessische Landtag hat kürzlich beschlossen, das sogenannte Home Sharing in das Hessische Wohnungsaufsichtsgesetz aufzunehmen. Im Gegensatz zur gewerblichen Nutzung von Wohnraum als Ferienwohnung geht es beim Home Sharing um das legale zeitweise Vermieten der selbstbewohnten Wohnung oder einzelner Zimmer als Feriendomizil. Der Magistrat ist in der Vergangenheit massiv gegen Immobilieneigentümer vorgegangen, die Wohnungen illegal in Ferienwohnungen umgenutzt hatten, anstatt sie dauerhaft zu vermieten.

Ich frage daher den Magistrat:

Wie viele Wohnungen werden derzeit legal und wie viele illegal als Ferienwohnungen genutzt?

 

Antwort des Magistrats:

In Frankfurt am Main sind keine Ferienwohnungen genehmigt. Über die illegalen Ferienwohnungsnutzungen liegen dem Magistrat keine validen Daten vor. Allein auf dem Internetportal Airbnb sind nach den Recherchen des Magistrats rund 600 Angebote aus Frankfurt am Main zu finden.

Nach den bisher gemachten Erfahrungen dürfte ein eher geringer Teil davon als legal zu bezeichnen sein. Es handelt sich hier um die wenigen Fälle, in denen nur ein kleiner Teil der weiterhin als Hauptwohnsitz selbst genutzten Wohnung kurzzeitig an Feriengäste überlassen wird. Zwar wird dieses sogenannte Home Sharing oftmals behauptet, entspricht aber meist nicht den tatsächlichen Gegebenheiten, sondern soll vielmehr der Umgehung der Rechtslage dienen.

Im Zeitraum 2013 bis 2016 konnten durch die Bauaufsicht knapp 1.300 Ferienwohnungen aus der illegalen Nutzung zurückgewonnen werden.

 

Antragstellende Person(en):
Stadtv. Annette Rinn