Innovationsquartier – wirklich echte Innovationen realisieren

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

Der Vorlage M 83 wird mit der Maßgabe zugestimmt, dass im Laufe des weiteren Planungsverfahrens ein erneuter städtebaulicher Wettbewerb stattfindet, der den innovativen Charakter des Viertels stärkt und deutlich macht. Hierbei sind folgende Aspekte zu berücksichtigen:

Innovationen im Bereich der Abfallentsorgung und Trennung (z.B. keinen Mülltonnen sondern Absaugvorrichtungen),

  • Innovationen im Bereich der Energieproduktion und des Energieverbrauches,
  • Vielfältigkeit der Architektursprachen,
  • Schaffung eines urbanen, eng bebauten Stadtviertels,
  • Innovationen bei der Grundrissgestaltung (flexible Grundrisse, die sich den ändernden Ansprüchen einer Stadtgesellschaft anpassen),
  • Günstiges Bauen für günstige Mieten (Alternativen zum Passivhausstandard durch Konzepte zur Energieerzeugung),
  • Schaffung eines lebendigen Stadtquartiers mit Läden, Gastronomie und Gewerbe,
  • Innovation bei der Grünflächengestaltung: Der Abenteuerspielplatz soll erhalten bleiben, wobei im Rahmen des Wettbewerbs durchaus über eine Verlegung innerhalb des zu überplanenden Gebietes nachgedacht werden kann; Schaffung urbanen Gartenbaus.

Die Ergebnisse werden dem Stadtparlament zur Beschlusslage vorgelegt.

Begründung:

Frankfurt wächst stetig, der Wohnraumbedarf steigt und steigt und steigt. In diesem Zusammenhang  wird kritisiert, dass der zur Verfügung stehende Wohnraum immer teurer wird. Dies ist vor allem eine Folge des geringen Wohnraumangebotes. Verfügbare Flächen für den Wohnungsbau in Frankfurt auszuweisen, wird zu einer immer größeren Herausforderung. Besitzstandswahrung ist vielen Menschen meist wichtiger, als die von ihnen oft selbst formulierten Forderung nach mehr und möglichst günstigem Wohnraum. Verantwortliche, zukunftsorientierte Politik muss eine Interessensabwägung vornehmen und vorausschauend für viele Jahrzehnte planen. Daher ist die Ausweisung des so genannten Innovationsquartiers als Bauland grundsätzlich richtig. Hier ist der Grundsatz Innen- vor Außenentwicklung sichergestellt, das Gelände ist bestens an den öffentlichen Nahverkehr angeschlossen und bietet sich daher für eine Wohnbebauung geradezu an.

Allerdings ist der Name „Innovationsquartier“ maximal marktschreierisch. Die Vorlage M 83 schafft es nicht, den innovativen Charakter einer zukünftige Bebauung tatsächlich aufzuzeigen. Hier sind Nachbesserungen notwendig.

Antragsteller:   

Stv. Elke Tafel-Stein

gez.: Stv. Annette Rinn, Fraktionsvorsitzende