Landesticket für alle Mitarbeiter des Universitätsklinikums Frankfurt

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

  1. Der Magistrat wird aufgefordert sich als Stadt Frankfurt beim Land und beim Universitätsklinikum dafür einzusetzen, dass alle Mitarbeiter des Universitätsklinikums  ̶  auch Pfleger, Verwaltungsmitarbeiter etc.  ̶  das Freifahrtticket für Beschäftigte des Landes Hessen bekommen. Falls dies nicht möglich sein sollte, soll der Magistrat sich dafür einsetzen, dass eine analoge Lösung für die Beschäftigten gefunden wird, die bisher kein Landesticket erhalten, oder diese  mindestens ein Jobticket bekommen.
  2. Ferner wird der Magistrat gebeten zu berichten, warum es bislang am Universitätsklinikum keine Jobtickets für die Beschäftigten gab und ob sich die Wirtschaftsförderung Frankfurt im Hinblick auf das Jobticket (siehe F 1158) um das Universitätsklinikum bemüht hat.
  3. Des Weiteren möge der Magistrat prüfen und berichten, an welchen Einrichtungen in Frankfurt die Situation in Bezug auf das Landesticket ähnlich wie beim Universitätsklinikum gelagert ist.

Begründung:

Mitarbeiter des Universitätsklinikums aus den Bereichen Forschung und Lehre, die bei der Goethe-Universität und damit beim Land Hessen unter Vertrag stehen, können seit 1. Januar 2018 kostenlos die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen. Das ermöglicht ihnen das Landesticket, welches Beschäftigte des Landes Hessens erhalten. Seit 1. April 2018 haben nun auch Ärzte des Universitätsklinikums freie Fahrt mit dem Landesticket. Alle anderen Mitarbeiter  ̶  zum Beispiel aus den Bereichen Pflege, Verwaltung, Küche oder Auszubildende   ̶   müssen die Kosten für ihre Fahrten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit selbst tragen. Dabei wäre es sinnvoll, gerade diese Mitarbeiter mit einem Freifahrtticket finanziell zu unterstützen und ihnen damit die gleiche Anerkennung und Wertschätzung für ihre Tätigkeit entgegenzubringen, wie den Mitarbeitern in den Bereichen Forschung und Lehre oder den Ärzten. Vor allem Pendler, die aus ganz Hessen mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Universitätsklinikum fahren, sollten finanziell entlastet werden.