Mehr Hortplätze für Frankfurts Grundschulkinder schaffen

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

  1. Der Magistrat wird aufgefordert, sich mit den Frankfurter Schulleitungen ins Benehmen zu setzen und darauf hinzuwirken, freie Raumkapazitäten für die zusätzliche Nachmittagsbetreuung für Grundschulkinder zu schaffen und somit das Betreuungsangebot in den jeweiligen Stadteilen auszubauen. Folgende Punkte sollen bei den Gesprächen mit den Schulleitungen bei einer Kooperation gesichert werden:
    a. Zusätzliche Ausstattung für die Nachmittagsbetreuung an den Schulen.
    b. Sicherstellung einer zusätzlichen Hausverwaltung für die außerplanmäßige Nachmittagsbetreuung an den jeweiligen
    Schulen.
  2. Weiter wird der Magistrat aufgefordert, auf die Berta-Jourdan-Schule und auf die Fachbereiche Erziehungswissenschaften sowie auf die Akademie für Bildungsforschung und Lehrerbildung an der Goethe Universitäten zuzugehen und gemeinsam weitere Ausbildende sowie Studierende für die schulische Ganztags- und Betreuungsangebote zu gewinnen.
  3. Ferner wird der Magistrat aufgefordert weitere Möglichkeiten zu prüfen, die zur Schaffung von zusätzlichen Betreuungsplätzen für Grundschulkinder führen. Das Ergebnis der Prüfung soll den Stadtverordneten unaufgefordert in einem Bericht vorgelegt werden.

Begründung:

Immer mehr Eltern finden keinen Betreuungsplatz für ihre Grundschulkinder. Gerade alleinerziehende Elternteile berichten von drohender Arbeitslosigkeit aufgrund der fehlenden Betreuung ihres Kindes bzw. ihrer Kinder. In einer familienfreundlichen Stadt wie Frankfurt am Main ist der Magistrat dazu angehalten alle Möglichkeiten zu prüfen, die zusätzliche Betreuungsplätze schaffen könnten. Viele Frankfurter Schulen verfügen über freie Raumkapazitäten am Nachmittag, die für ein zusätzliches Betreuungsangebot für Grundschulkinder genutzt werden könnten. Die zusätzlichen Räumlichkeiten würden vor allem das Betreuungsangebot in Stadtteilen erweitern, die bereits jetzt über zu wenige Plätze in der Nachmittagsbetreuung verfügen. Solange noch nicht an allen Frankfurter Schulen, vor allem Grundschulen, Ganztagsschulen im Profil 2 bestehen, müssen ausreichend Betreuungsplätze angeboten werden, damit die Vereinbarkeit von Familie und Beruf auch über die Kindergartenzeit hinaus für Frankfurter Familien garantiert werden kann. Vor diesem Hintergrund wird der Magistrat aufgefordert, sich mit den Frankfurter Schulleitungen ins Benehmen zu setzen und darauf hinzuwirken, freie Raumkapazitäten für die zusätzliche Nachmittagsbetreuung für Grundschulkinder zu schaffen und somit das Betreuungsangebot in den jeweiligen Stadtteilen auszubauen. Ein zusätzlicher Betrieb außerhalb der regulären Schulzeit führt für die meisten Schulgemeinden zu zusätzlichem Aufwand, wie z.B. längere Arbeitszeiten für die Hausverwaltung oder zusätzliche Öffnungszeiten für Mensen an den Schulen. Aus diesem Grund sollen bei den Gesprächen mit den Schulleitungen bei einer Kooperation zugesichert werden, dass die benötigte Ausstattung für die Nachmittagsbetreuung bereitgestellt wird und eine zusätzliche Hausverwaltung für die außerplanmäßige Nachmittagsbetreuung an den jeweiligen Schulen garantiert wird. Damit neben den zusätzlich geschaffenen Betreuungsplätzen auch die notwendigen Erzieherinnen und Erzieher zur Verfügung stehen, ist der Magistrat aufgefordert, auf die Berta-Jourdan-Schule und auf den Fachbereichen Erziehungswissenschaften sowie die Akademie für Bildungsforschung und Lehrerbildung an der Goethe Universitäten zuzugehen und gemeinsam weitere Ausbildende sowie Studierende für die schulischen Ganztags- und Betreuungsangebote zu gewinnen. Unabhängig davon ist der Magistrat dazu angehalten weitere Möglichkeiten zu prüfen, die zur Schaffung von zusätzlichen Betreuungsplätzen für Grundschulkinder führen und so der Betreuungsmangel in vielen Stadteilen endlich behoben wird.