Mini-Wäldchen für saubere Luft, Stadtklima und Artenvielfalt

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

1. Der Magistrat wird aufgefordert, in möglichst vielen Frankfurter Stadtteilen Flächen auszuweisen, die als Mini-Wäldchen umgestaltet werden können, um die Klimaanpassung der Stadt zu verbessern. Die Ortsbeiräte sollen bei der Auswahl der Fläche miteinbezogen werden.

2. Weiter wird der Magistrat aufgefordert zu prüfen, ob für die Aufforstung der Flächen die Miyawaki-Methode angewendet werden kann. Bei der Methode handelt es sich um eine der effizientesten Aufforstungsmethoden und kann auch sehr kleinräumig (ab 60 m²) eingesetzt werden.

Begründung:

Die Bepflanzung einer Fläche mit Bäumen ist eine der effizientesten Methoden, um Kohlendioxid zu binden und damit etwas gegen den Klimawandel zu tun. Natürliche Wälder sind die Heimat für viele Tiere und Insekten. Aufforstung ist damit auch ein wichtiger Beitrag zur Erhaltung der Artenvielfalt. Die Miyawaki Methode ermöglicht eine Aufforstung auf begrenztem Raum. Durch die spezielle Bodenvorbereitung erreicht man ein sehr schnelles Wachstum von mindestens einem Meter pro Jahr. Verschiedene einheimische Pflanzenarten werden optimal kombiniert. Ein derartiger Wald hat eine bis zu 30-fach bessere Kohlendioxidabsorption im Vergleich zu einer Monokulturplantage. Nach ca. drei Jahren entsteht ein autarker, natürlicher und einheimischer Wald. Vor diesem Hintergrund sollte der Magistrat prüfen, ob die Anwendung dieser Methode bei der Aufforstung von Mini-Wäldern in den Stadtteilen möglich ist.