Nachhaltige Kunstrasenplätze für Frankfurter Vereine

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

  1. Der Magistrat wird aufgefordert, umgehend den Stadtverordneten eine Bilanz vorzulegen, aus der hervorgeht, wie viele Kunstrasenplätze in Frankfurt mit Gummigranulaten welcher Qualität belegt sind.
  2. Der Magistrat wird aufgefordert, eine Schätzung abzugeben, wie hoch die Mengenbelastung der Umwelt durch Austrag von den Kunstrasenplätzen in Frankfurt überhaupt ist.
  3. Des Weiteren wird der Magistrat aufgefordert, bei zukünftigen Ausschreibungen für Kunstrasenplätze verstärkt darauf zu achten, dass ausschließlich umweltfreundliche Füllmaterialien verwendet werden.
  4. Ferner wird der Magistrat aufgefordert, für alle mit Gummigranulat belegten Kunstrasenplätze einen Zeitplan zu erstellen, aus dem hervorgeht, ob und bis wann die Stadt Frankfurt die mit Granulat belegten Kunstrasenplätze sanieren muss. Hierzu soll auch eine erste Schätzung vorgelegt werden, was die Entfernung von möglicherweise problematischen Gummigranulaten kosten wird.

Begründung:

Forscher des Fraunhofer-Instituts für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik haben bereits vor längerer Zeit eine Studie vorgelegt, aus der hervorgehe, dass Kunstrasenplätze in Deutschland für jährlich bis zu 10.000 Tonnen Mikroplastik in der Umwelt verantwortlich seien. Kunstrasenplätze sind in einer wachsenden Großstadt wie Frankfurt unverzichtbar, wenn auf kleinem Raum möglichst viele und umfassend nutzbare Sportmöglichkeiten angeboten werden sollen. Aus diesem Grund strebt die Stadt Frankfurt auch das mittelfristige Ziel an, auf allen 55 Frankfurter Sportanlagen einen Kunstrasenplatz anbieten zu können. An dieser Stelle ist jedoch der Magistrat dazu angehalten, darauf zu achten, dass bei solchen Investitionen moderne Materialien, die hohen Standards an Umwelt- und Gesundheitsschutz entsprechen, genutzt werden. Aus diesem Grund ist der Magistrat dazu aufgefordert zu prüfen, inwieweit das Gummigranulat tatsächlich auf den bisher sanierten Plätzen verwendet wurde bzw. bei den geplanten Maßnahmen verwendet werden soll. Das Ergebnis dieser Prüfung soll den Stadtverordneten vorgelegt werden. Des Weiteren wird der Magistrat aufgefordert, bei zukünftigen Ausschreibungen für Kunstrasenplätze verstärkt darauf zu achten, dass ausschließlich umweltfreundliche Füllmaterialien verwendet werden.