Neuer Bebauungsplan für das alte Polizeipräsidium

Seit 2001 ist der Bebauungsplan Nr. 556 Messeviertel/Hemmerichsweg in Kraft. Dieser Bebauungsplan umfasst auch das Areal des alte Polizeipräsidiums, das sich im Eigentum des Landes Hessen befindet. Der gültige Bebauungsplan bietet die Möglichkeit auf dem als  Kerngebiet ausgewiesenen Gelände einen 145m hohen Büroturm zu errichten. Nicht zuletzt die überhöhten Preisvorstellungen des Landes haben die Entwicklung dieses in sehr zentraler Lage befindlichen Grundstücks seit 15 Jahren verhindert. Das alte Präsidium steht teilweise unter Denkmalschutz und rottet immer weiter vor sich hin. Die Bausubstanz wird dadurch keineswegs besser. Trotz des in Frankfurt vorhandenen Marktes für hochpreisige Gewerbeimmobilien wird es auch bei sinkenden Ertragsvorstellungen des Landes nicht einfach diese Immobilie im Kerngebiet mit 145 m Höhe zu entwickeln. Gleichzeitig ist durch die wachsende Stadt der Bedarf an Wohnraum dermaßen gestiegen, dass man sich die Frage stellen muss, ob eine Bebauungsplanänderung hin zum Mischgebiet nicht deutlicher den Bedürfnissen der Stadtbevölkerung entsprechen.

Dies vorausgeschickt möge die Stadtverordnetenversammlung beschließen:

Der Magistrat wird aufgefordert, für das Gelände des alten Polizeipräsidiums einen neuen Bebauungsplan zu erstellen, der folgende Kernpunkte beinhaltet:

  1. das bisher als Kerngebiet ausgewiesene Areal wird in ein Mischgebiet umgewandelt, welches einen adäquaten Wohnanteil auf dem Gelände ermöglicht.
  2. das Hochhaus wird in der Höhenentwicklung eingeschränkt und zu einem Hochpunkt umgewandelt, bei dem u.a. hochpreisiges Wohnen ermöglicht wird.

Antragsteller: 

Stv. Elke Tafel-Stein

gez.: Stv. Annette Rinn, Fraktionsvorsitzende