Neupflanzungen im Wirtschaftsweg entlang der Straßenbahnlinie 18 an der Abfahrt von der A 661 an der Friedberger Landstraße

Der Ortsbeirat möge beschließen:

Der Magistrat möge unbedingt sicherstellen, dass die Lärmschutzwand entlang der Straßenbahnlinie 18 an der Abfahrt von der A 661 an der Friedberger-Landstraße am Fahrradweg wieder begrünt wird und auch nach einer Übernahme durch Hessenmobil entsprechend begrünt bleibt.

Begründung:

Die betreffende Lärmschutzwand hatte der Ortsbeirat von Anfang an als extrem Graffiti-gefährdet angesehen und deshalb eine Begrünung gefordert. Tatsächlich war diese Wand schon beschmiert, bevor sie überhaupt ganz erstellt war, was nur in den Bereichen einigermaßen überdeckt werden konnte, wo der Efeu gewachsen war. Da der betreffende Weg, anders als vom Magistrat in der ST 1165 dargestellt, nicht alleine ein Wirtschaftsweg, sondern ein wichtiger Bestandteil des Radwegenetzes der Stadt Frankfurt zur Verbindung des gesamten Nordostens mit der östlichen Innenstadt ist, muss dieser unbedingt in einem attraktiven Zustand gehalten werden. Nur so wird er von den Radfahrern bestmöglich angenommen, was sehr wichtig ist, da er, anders als die Alternativrouten zu ihm, die Radfahrer am Hauptverkehr vorbeiführt und so auf dieser Strecke möglichst gefahrlos vorankommen lässt. Dies ist aber nicht gewährleistet, wenn hier eine nicht begrünte Wand ständig überschmiert wird.

Zudem dürfte dieser Bereich auf Grund der hier per Pförtnerung herbeigeführten, ständigen Staus im Berufsverkehr eine besonders hohe Feinstaub- und Stickoxid-Belastung aufweisen. Insofern ist die von der Begrünung ausgehende Filterwirkung in diesem Bereich besonders wichtig. Außerdem bietet die Efeublüte eine wichtige Bienennahrung vor dem Winter.

Deshalb kann auch bei einer Übergabe an Hessenmobil auf eine Begrünung nicht verzichtet werden. Das Land Hessen hat hier offensichtlich aus äußerst kurzfristigen wirtschaftlichen Interessen keinerlei Interessen an einer ansehnlichen Instandhaltung seiner Bauwerke und Umweltgesichtspunkten, was es auch bei der sonstigen Wartung der Randstreifen der Fernstraßen im Stadtgebiet beweist. Dies ist den Frankfurter Bürgern schon aus Nachhaltigkeitsgesichtspunkten keinesfalls zumutbar und widerspricht auch den ansonsten von der Landesregierung immer wieder postulierten Zielen.

 

Dr. Julian Langner

Andreas Eggenwirth