Oberforsthaus

Stadtv. Elke Tafel-Stein  – FDP –

Die Reste des ehemaligen Oberforsthauses verfallen weiterhin in dramatischer Weise. Der Magistrat, in dessen Besitz sich das historische Gebäude seit etwa viereinhalb Jahren befindet, ist offensichtlich unfähig oder unwillig, dem Verfall des Baudenkmals ein Ende zu setzen. Engstirnig verlässt sich der Magistrat auf den angestrebten Verkauf an einen Investor, in der Hoffnung, dass die mögliche Rettung des Gebäudes in einem Einfügen in einen Hotelneubau liegt. In der Zwischenzeit unternimmt der Magistrat nichts, um den Verfall aufzuhalten.

Ich frage den Magistrat:

Was gibt es Neues in der Causa Oberforsthaus, und warum ist dem Magistrat der drohende endgültige Verfall des Baudenkmals offensichtlich völlig gleichgültig?

 

Antwort des Magistrats:

Der Magistrat steht derzeit in konkreten Verhandlungen mit mehreren Interessenten über eine Vergabe der Liegenschaft im Erbbaurecht. Vorgesehen ist auch weiterhin eine Nutzung als Hotelstandort, für die im Übrigen bereits eine Baugenehmigung auf Grundlage einer früheren Planung vorlag.

Im Hinblick auf die geplante DFB-Akademie auf dem benachbarten Rennbahnareal ist die Nachfrage nach einer Hotelnutzung im Bereich des ehemaligen Oberforsthauses wieder gegeben, nachdem zwischenzeitlich eine Hotelnutzung an diesem verkehrsreichen Standort von Investoren und Betreibern eher kritisch gesehen wurde.

Voraussetzung für den Abschluss eines Erbbaurechtsvertrages ist die Erhaltung der denkmalgeschützten Bausubstanz durch den Erbbauberechtigten und die Integration des Oberforsthauses in den Neubau. Eine vorherige Sanierung durch und auf Kosten der Stadt wäre ohne eine Gesamtplanung nicht zielführend, da erst mit Vorliegen eines umfassenden Bebauungskonzepts erkennbar sein wird, wie die historische zusammen mit der neu zu schaffenden Bausubstanz entwickelt werden kann.