Öffentlicher Nahverkehr im Plangebiet des Bebauungsplans 926

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

1. Der Magistrat möge prüfen und berichten, ob im Plangebiet, abgesehen von dem S-Bahnhof Frankfurt Farbwerke und Bahnhof Unterliederbach, weitere Anschlüsse bzw. ein Ausbau des öffentlichen Nahverkehrsnetzes geplant ist.

2.  Der Magistrat möge prüfen und berichten:

a. wie die Auslastung der S-Bahnen S1 und S2 zwischen Frankfurt Farbwerke und Frankfurt Hauptbahnhof in den Zeiten von 6:30 Uhr bis 18:30 Uhr ist.

b. wie die Auslastung der Taunusbahn zwischen Frankfurt Unterliederbach und Frankfurt Hauptbahnhof von 6:30 Uhr bis 18:30 Uhr ist.

Dazu sollen die Fahrgastzahlen gemäß der Taktung der Züge erhoben werden.

3. Der Magistrat möge prüfen und berichten, ob ein Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs bzw. eine engere Taktung oder der Einsatz zusätzlicher Fahrzeuge im Plangebiet notwendig ist. Dazu möge er zusammen mit dem RMV gemäß der Definition des Verbands deutscher Verkehrsunternehmen den Besetzungsgrad in den Zügen der S1, der S2 und der Taunusbahn messen.

Begründung:

Das Plangebiet des Bebauungsplans 926 liegt westlich des Silobads und des Hortensienrings und ist damit in etwa gleich weit vom Bahnhof Farbwerke wie zum Bahnhof Unterliederbach entfernt. Mit den S-Bahnen S1 und S2 sowie der Taunusbahn können damit drei Linien genutzt werden. Allerdings sind insbesondere diese Linien überlastet, S1 und S2 unter den Top-Verspätungsspitzenreitern. Aber der RMV hat nicht nur Probleme mit einer veralteten Infrastruktur. Die Züge sind zu den Stoßzeiten total überfüllt. In den frühen Morgenstunden sind in der Taunusbahn oft nicht einmal mehr Stehplätze frei. Es werden in den Stoßzeiten teils nicht nur die jahrzehntealten Züge eingesetzt, sondern diese auch noch als Kurzzug. Die 30-Minuten-Taktung ist nicht ausreichend und nicht mehr zeitgemäß.