Optimierungsmöglichkeiten bei der Hallenvergabe

Herr Stadtv. Trinklein

Aufgrund des anhaltenden Flüchtlingszustroms werden die Sporthallen, die die Stadt Frankfurt zurzeit als Flüchtlingsunterkunft benötigt, weiter dringend gebraucht. Für die betroffenen Vereine bedeutet dies, dass sie auch weiterhin auf die Mithilfe anderer Frankfurter Vereine angewiesen sind. In den letzten Wochen hatte sich Unmut innerhalb der Vereine artikuliert, da Hallenzeiten nicht mehr ausreichend zur Verfügung gestellt werden konnten.

Vor diesem Hintergrund frage ich den Magistrat:

Welche Möglichkeit sieht der Magistrat, die Situation der Sportvereine in Frankfurt zu verbessern, und welche Optimierungsmöglichkeiten schlägt der Magistrat bei der Hallenvergabe vor?

Antwort:

Der Sportkreis Frankfurt informierte die Sportvereine am 07.10.2015 in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung zu der Belegung der Turnhallen mit Flüchtlingen.
Am 14.10.15 wurde mit den Sportverbänden die Terminierung der Ligaspiele und Wettkämpfe besprochen. Es waren Absprachen notwendig, um abweichend zu den Zeitverbandsvorgaben, entsprechend der Hallenbelegungssituation, neue Spiel- und Wettkampfzeiten festzulegen.
Das Sportamt hat eine zentrale E-Mail-Adresse für Vereine eingerichtet, die wegen der Flüchtlingsunterbringung in Sporthallen nun dringende Probleme aufgrund fehlender Trainingszeiten haben. Die E-Mail-Adresse lautet sportstaettenbelegung.amt52@stadt-frankfurt.de .

Der Magistrat dankt an dieser Stelle den Vereinen, die sich in eindrucksvoller Weise solidarisch mit den Flüchtlingen zeigen.

Für die Flüchtlingsunterbringung wurden überwiegend Dreifeldhallen (siehe Hintergrund) genutzt, die bisher für Handball, Basketball, Volleyball sowie Hockey und Fußball im Winter genutzt wurden.
Für einige der 31 betroffenen Vereine konnte durch die nach den Herbstferien 2015 neu in Betrieb genommene Sporthalle der IGS-West eine Trainingsalternative angeboten werden. Die Halle wurde komplett mit Vereinen belegt, die durch die Flüchtlingsunterbringung in Sporthallen Einschränkungen im Sportbetrieb hinnehmen müssen. Weitere Trainingseinheiten konnten in verschiedenen anderen Sporthallen zur Verfügung gestellt werden.

Die Frankfurter Sporthallen sind aufgrund der Vielzahl von nutzenden Sportvereinen weitgehend ausgelastet, sodass freie Trainingszeiten nicht in großer Anzahl zur Verfügung stehen oder aber nicht den gewünschten Anforderungen entsprechen. Die Fußball-Trainingsgruppen konnten während des derzeitigen milden Winters auf die beleuchteten Kunstrasen und Hartplätze der ungedeckten Sportstätten ausweichen.

Der Magistrat ist sich der Einschränkungen bewusst, die neben den Sportvereinen auch den Schulsport betreffen und wird alles erdenklich Mögliche machen, damit die Sporthallen wieder dem eigentlichen Zweck zur Verfügung gestellt werden. Die Stabsstelle Flüchtlingsmanagement arbeitet mit Hochdruck an der Akquise von Wohnraum und weiteren Möglichkeiten Notunterkünfte zu akquirieren um den Hallenbetrieb zu entlasten. In diesem Kontext steht die Stabsstelle in intensiven Kontakten mit den verschiedensten Akteuren der gesamten Frankfurter Immobilienwirtschaft.

Markus Frank