Paradieshof – Neue Konzeptvergabe umgehend auf den Weg bringen

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

1. Der Magistrat wird aufgefordert, die Vertragsverhandlungen mit der European School of Design für den Paradieshof umgehend zu beenden.

2. Weiter wird der Magistrat aufgefordert, den Ausschreibungsprozess für eine neue Konzeptvergabe für den Paradieshof in Alt-Sachenhausen zu wiederholen bzw. neu auszuschreiben. Dabei sollen folgende Aspekte berücksichtigt werden:

a) Die Ausschreibung erfolgt auf Grundlage einer modernen Konzeptvergabe. Die Erfahrungen der letzten Jahre fließen ein.

b) Im Fokus soll die Aufwertung Alt-Sachsenhausens stehen.

c) Reduzierter Erbpachtzins.

d) Keine Subventionierung durch die Stadt Frankfurt.

e) Das Bestandsgebäude muss nicht zwingend erhalten bleiben.

f) Das Auswahlverfahren ist bis zum Ende des Jahres 2020 abgeschlossen.

Begründung:

Nachdem die European School of Design die Stadt Frankfurt dazu aufgefordert hatte, die Kosten für die Sanierung der Liegenschaft in Höhe von 3,5 Millionen Euro zu übernehmen, gilt es von weiterer Vertragsverhandlung für den Paradieshof abzusehen und die Verhandlungen mit der Designschule umgehend zu beenden. Damit das Trauerspiel um den Paradieshof endlich beendet werden kann, muss schnellstmöglich eine neue Ausschreibung zur Konzeptvergabe erfolgen und noch bis zum Ende dieses Jahres abgeschlossen werden. Grundlage der Ausschreibung soll eine moderne Konzeptvergabe sein, deren primäres Ziel die Aufwertung Alt-Sachenhausens ist. Bei den Ausschreibungskriterien ist darüber hinaus drauf zu achten, dass keine Subventionen vonseiten der Stadt Frankfurt erfolgen. Der Erbpachtzins sollte allerdings reduziert werden. Von dem Erhalt des Bestandsgebäudes kann bei Bedarf abgesehen werden.