Psychiatrie Klinikum Höchst: Zustände überprüfen und Missstände beseitigen

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

  1. Der Magistrat wird aufgefordert zu folgenden Punkten, die die Psychiatrie im Klinikum Höchst betreffen, Stellung zu nehmen: Die Missstände, die in der Fernsehreportage „Team Wallraff – Reporter Undercover“ gezeigt werden und die schlechten Bewertungen im Internet.
  2. Darüber hinaus wird der Magistrat aufgefordert ­– wenn diese Missstände sich bestätigen  – direkt Kontakt mit der Klinikleitung aufzunehmen und dafür zu sorgen, dass diese Missstände unverzüglich behoben werden.
  3. Des Weiteren wird der Magistrat aufgefordert sich dafür einzusetzen, dass das Klinikum Höchst die Auslastung der Psychiatrie ständig überprüft und im Falle einer Überbelegung dafür sorgt, dass die Patienten in andere Kliniken im Umkreis verlegt werden.
  4. Ferner wird der Magistrat aufgefordert, den Stadtverordneten über die Behebung der geschilderten Missstände zu berichten, die Situation zukünftig regelmäßig  zu überprüfen und die Stadtverordneten über die Ergebnisse in Kenntnis zu setzen.

Begründung:

Die Undercover-Reportage vom Team Günter Wallraff (RTL, 18.03.2019) zeigt erschreckende und zu tiefst erschütternde Missstände in der Psychiatrie des Klinikums Höchst: Es wird über fehlende Beratung, Behandlung und Empathie gegenüber den Patienten, Fixierungen sowie Hygienemängel berichtet. Liest man die Mitteilungen im Internet –  zum Beispiel auf Klinikbewertungen.de – wird dieser schlechte Eindruck bestärkt. Wenn diese Missstände sich bestätigen, muss der Magistrat unverzüglich dafür sorgen, dass diese beseitigt werden. In einer Psychiatrie, in der äußerst verzweifelte Menschen Hilfe und Unterstützung suchen, kann ein solcher Zustand keinesfalls weiter fortbestehen. Missstände müssen behoben und eine Atmosphäre geschaffen werden,  in der sich die Patienten aufgehoben, gut und professionell beraten, behandelt und Wert geschätzt fühlen. Der Patient und seine individuelle, auf seine Diagnose abgestimmte Behandlung sowie sein Wohlergehen während dem Krankenhausaufenthalt  müssen wieder im Mittelpunkt stehen.