Smart Waste: Abfalleimer im öffentlichen Raum digitalisieren

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

  1. Der Magistrat wird aufgefordert, das Smart Waste Modell, welches bereits in Karlsruhe und Heidelberg praktiziert wird, auch in Frankfurt einzuführen. Hierzu sollen sämtliche öffentliche Abfalleimer sowie Glascontainer mit einem Sensor ausgestattet werden, der den genauen Füllstand digital erfasst und dadurch eine optimale Leerung ermöglicht.
  2. Ferner wird der Magistrat aufgefordert, im Zuge der Modelleinführung, statistisch zu erheben, wie viel CO2 durch das Smart Waste Projekt bei der FES eingespart werden kann.

Begründung:

In Karlsruhe und in Heidelberg sind Abfalleimer und Glascontainer mit Sensoren ausgestattet, die den Füllstand an die entsprechende Entsorgungsfirma weiterleiten, damit der Mülleimer bzw. der Glascontainer geleert werden, bevor diese überquellen und sich Müllberge rund um die Eimer/Container bilden. Hierzu wurden die Container mit robusten Ultraschallsensoren ausgestattet, die zentimetergenau den Füllstand messen und weiterleiten. So kann das Entsorgungsunternehmen genau erkennen, welcher Container an welchem Standort zu leeren ist. Zudem prognostiziert die Software anhand der vorliegenden Daten, wann Container zukünftig mehr als sonst ausgelastet sein können – z. B. bei Sportveranstaltungen.

Auch im Frankfurter Stadtgebiet ist immer wieder zu beobachten, dass Mülleimer überquellen und es Tage dauert, bis sie geleert werden. Besonders gravierend ist die Situation in Frankfurts Grün- und Parkanlagen, die gerade in den Sommermonaten stark frequentiert werden und wo besonders viel Müll zurückbleibt. Auch nach Veranstaltungen ist vermehr zu beobachten, dass überfüllte Abfalleimer nicht umgehend geleert werden können. Dies hat zur Folge, dass sich immer mehr Bürger über ein unsauberes Stadtbild beklagen und die FES mit zusätzlichen Leerungen versucht, das hohe Müllaufkommen zu beseitigen. Es gibt jedoch auch Situationen, bei denen die FES nur halb leere Mülleimer und Glascontainer vorfindet und dadurch unnötige Fahrten durchgeführt werden müssen, die den Verkehr und die Umwelt belasten und zusätzlichen Lärm sowie Kosten verursachen. Dies könnte durch die Einführung des Smart Waste Modelles verhindert werden. Aus diesem Grund wird der Magistrat aufgefordert, das Modell, so wie es bereits in Karlsruhe und Heidelberg durchgeführt wird, auch in Frankfurt einzuführen, um so die Routen der FES zu optimieren und ein besseres Sauberkeitsergebnis zu erzielen. Gleichzeitig soll erfasst werden, wie viel CO2 bei der Durchführung des Modells eingespart werden kann.