Smart Waste – Modellprojekt auf den Weg bringen

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

  1. Der Magistrat wird aufgefordert, ein Pilotprojekt zur digitalen Müllentsorgung – ‚Smart Waste‘- , wie es bereits in Heidelberg und Karlsruhe praktiziert wird, auch in Frankfurt durchzuführen. Hierzu sollen folgende Punkte berücksichtigt werden:
    Als erste Modellregion soll der Frankfurter Stadtteil Höchst dienen.
    Innerhalb der Modellregion soll ‚Smart Waste‘ an Glascontainern sowie verschiedenen öffentlichen Mülleimern erprobt werden.
  2. Das Projekt soll eine Laufzeit von 24 Monaten haben und entsprechend dokumentiert sowie evaluiert werden.
    An Hand der Ergebnisse der Modellregion soll ein Konzept erarbeitet werden, das auf weitere Teile des Frankfurter Stadtgebiets erweitert werden kann.
    Die notwendigen finanziellen Mittel zur Umsetzung des Pilotprojektes sowie der Einrichtung der Modellregion Höchst sollen im Haushalt 2020/2021 etatisiert werden.

Begründung:

In Karlsruhe und in Heidelberg sind Abfalleimer und Glascontainer mit Sensoren ausgestattet, die den Füllstand an die entsprechende Entsorgungsfirma weiterleiten, damit Mülleimer bzw. Glascontainer geleert werden, bevor sie überquellen und sich Müllberge rund um die Mülleimer/Container bilden. Auch im Frankfurter Stadtgebiet ist immer wieder zu beobachten, dass Mülleimer überquellen und es Tage dauert, bis sie geleert werden. Es gibt jedoch auch Situationen, bei denen die FES nur halb leere Mülleimer und Glascontainer vorfindet und dadurch unnötige Fahrten durchgeführt werden müssen, die den Verkehr und die Umwelt belasten und zusätzlichen Lärm sowie Kosten verursachen. Durch die Einführung einer Modellregion kann das Pilotprojekt systematisch erprobt werden, bevor es auf das ganze Frankfurter Stadtgebiet ausgeweitet wird. Vor diesem Hintergrund soll der Frankfurter Stadtteil Höchst als Modellregion eingerichtet werden, in der Glascontainer und öffentliche Mülleimer mit entsprechenden Sensoren ausgestattet werden. An Hand der Ergebnisse der Modellregion soll ein möglichst stadtweites Smart-Waste-Konzept entwickelt werden, das sukzessive auf das gesamte Stadtgebiet erweitert wird.  Die notwendigen finanziellen Mittel zur Umsetzung des Pilotprojektes und der Einrichtung der Modellregion Höchst sollen im Haushalt 2020/2021 etatisiert werden.