Sportflächen: Outdoorsport in Frankfurter Grünflächen ermöglichen

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

  1. Der Magistratsbericht B 96/19 wird abgelehnt.
  2. Ferner wird der Magistrat der Stadt Frankfurt aufgefordert, dem geänderten Nutzungsverhalten im Bereich des Outdoorsports Rechnung zu tragen und Individualsportarten, wie z.B. Yoga, Pilates oder Functional Training, in Frankfurts Grünanlagen zu ermöglichen.
  3. Hierzu soll in allen Frankfurter Stadtteilen eine Bedarfsanalyse vorgenommen werden, die zum Ziel hat, den Sportflächenbedarf für Outdoorsportarten, die sowohl vereinsgebunden wie auch durch private individuelle Gruppen organisiert sind, zu ermitteln.
  4. Grünanlagen, die aufgrund ihrer geringen Fläche nicht für mehrere Nutzungsgruppen geeignet sind – wie z.B. der Holzhausenpark – sind entsprechend zu kennzeichnen und werden von der geforderten Regelung unter Punkt 2 ausgenommen.
  5. Damit es bei der Nutzung der Grünanlagen nicht zu Konflikten zwischen den einzelnen Interessensgruppen kommt, wird die Sportstadt Frankfurt dazu aufgefordert ein Konzept zu erarbeiten, das die Nutzung der Grünanlagen für Outdoorsport koordiniert und die Kursangebote auf die Grünflächen in Frankfurt entsprechend verteilt.
  6. Zusätzlich soll die Stadt Frankfurt bei zukünftigen Planungen für neue Baugebiete stärker darauf achten, dass den Bürgerinnen und Bürger in räumlicher Nähe ausreichend Sportflächen für Vereine sowie entsprechende Grünanlagen für Erholungs- und Outdooraktivitäten zur Verfügung stehen.

Begründung:

In dem Bericht des Magistrats, B96/19, heißt es, dass Frankfurts Grünanlagen für Erholung und Entspannung sowie zum Teil der aktiven Freizeitgestaltung zur Verfügung stehen sollen. Gleichzeitig wird jedoch vonseiten der Stadt eine Änderung der Grünanlagensatzung und damit verbunden eine Möglichkeit, Outdoorsportarten mit Trainern durchzuführen, abgelehnt. Hierbei scheint die Stadt nicht zu berücksichtigen, dass gemeinsamer Gruppensport mittlerweile in Frankfurts Grünanlagen fest etabliert ist. Dabei werden auch manche Angebote von bezahlten Trainern begleitet, was häufig aus Gründen der Gesundheitsprävention sinnvoll ist.  Vor diesem Hintergrund wird der Magistrat aufgefordert, dem geänderten Nutzungsverhalten im Bereich Outdoorsport Rechnung zu tragen. Er sollte daher Individualsportarten, wie z.B. Yoga, Pilates oder Functional Training, in Frankfurts Grünanlagen ermöglichen. Hierzu soll in allen Frankfurter Stadtteilen eine Bedarfsanalyse vorgenommen werden, die zum Ziel hat, den Sportflächenbedarf für Outdoorsportarten, die sowohl vereinsgebunden wie auch durch private individuelle Gruppen organisiert sind, zu ermitteln. Es ist an dieser Stelle verständlich, dass es, insbesondere bei kleinen Grünanlagen, zu Nutzungskonflikten kommen kann. Um diesen Konflikten in den kommenden Sommern vorzubeugen, wird der Magistrat aufgefordert ein Konzept zu entwickeln, wie eine sportliche neben der herkömmlichen Nutzung der Grünanlagen erfolgen kann. Das Konzept soll eine Koordination und Verteilung aller Outdoorsportkurse auf die Grünanlagen beinhalten. Zusätzlich soll die Stadt Frankfurt bei zukünftigen Planungen für neue Baugebiete stärker darauf achten, dass in räumlicher Nähe ausreichend Sportflächen für Vereine sowie entsprechende Grünanlagen für Erholungs- und Outdooraktivitäten zur Verfügung stehen. Durch das Angebot im Freien wird bei den Parkbesuchern zudem ein Gefühl für die Sauberkeit und Notwendigkeit gepflegter Parkanlagen begünstigt, da niemand sich gerne länger in ungepflegten und verschmutzten Arealen aufhält.