Start-up-Gründer

Einer aktuellen Umfrage war zu entnehmen, dass Frankfurt bei Start-up-Gründern im Städte-Ranking den dritten Platz hinter Hamburg und Berlin einnehme.

Vor diesem Hintergrund frage ich den Magistrat:

Wo sieht er Verbesserungsbedarf, um diesen Platz mindestens zu halten oder idealerweise nach oben zu verbessern?

 

Antwort des Magistrats:

Im März dieses Jahres wurde Frankfurt am Main in einem internationalen Vergleich erstmals zu einem der 50 weltweit besten Standorte für Gründer gewählt. Kriterien für das Ranking zum Beispiel wie gut der Zugang zu Kunden, Fachkräften und Geldgebern ist und wie die Startups vernetzt sind. Besonders hervorgehoben wurde von den Beurteilern der Analyse die hohe Qualität der Universitäten in Frankfurt am Main und die große Anzahl der Studiengänge für Informatiker. Im Bereich der akademisch ausgebildeten Softwareentwickler in den Entwicklungsteams übertrifft Frankfurt mit 88 Prozent sogar Silicon Valley, 81 Prozent.

Einen nicht unerheblichen Anteil an der neuen internationalen Sichtbarkeit der Gründerszene in Frankfurt am Main ist dem neuen Tech Quartier für die Förderung des Gründer-Ökosystems mit Schwerpunkt auf der Digitalisierung der Finanzdienstleistungsbranche, FinTech – unter Einbeziehung weiterer innovations- und technologiegetriebener Geschäftsmodelle wie zum Beispiel Proptech, InsurTech et cetera -, zuzuschreiben. Durch das neu geschaffene Tech Quartier und die Fördermaßnahmen für die Startup-Szene werden Arbeitsplätze neu geschaffen, innovationsorientierte Geschäftsmodelle gefördert und eine zusätzliche Standortattraktivität für die Kommune erzeugt. Die Stadt Frankfurt am Main bereitet ihre Mitgliedschaft im Tech Quartier vor; die entsprechende Beschlussfassung befindet sich im Geschäftsgang.

Frankfurt am Main ist als Knotenpunkt der digitalen und analogen Welt ein sehr attraktiver Platz für „Denkfabriken“. Startups und Gründer finden hier direkten Zugang zu Wissenschaft und Entscheidern aus Industrie, Dienstleistungs- und Finanzwirtschaft. Die traditionelle Internationalität des Standorts kombiniert mit einem attraktiven regionalen Umfeld bietet eine inspirierende Atmosphäre für junge Menschen mit Ideen und unternehmerischem Mut. So wurde auch das im Rahmen des Masterplan Industrie initiierte Projekt „Frankfurt Forward“, bei dem sich Startup-Unternehmen mit prominenten Unternehmen der Industriebranche gezielt vernetzen, mit hoher medialer Aufmerksamkeit verfolgt.

Mit der Weiterentwicklung dieser innovativen Maßnahme will die Wirtschaftsförderung Frankfurt GmbH die Gründerszene am Standort noch attraktiver gestalten und ihre Anziehungskraft als internationaler Treffpunkt kluger Köpfe weiter ausbauen.

 

Antragstellende Person(en):
Stadtv. Stephanie Wüst