Strombezug der Stadtwerke Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main mbH (VGF)

Die VGF hatte zum 1. Januar 2011 ihren gesamten Strombezug auf zertifizierten Ökostrom „Grüner Strom Label Gold“ der Mainova AG umgestellt. Der Vertrag über den Bezug von Ökostrom lief am 31. Dezember 2014 aus. Da eine Eigenstromversorgung sich gegenüber einer Fremdversorgung für die VGF günstiger darstellte, schlossen die Mainova AG und die VGF am 28. Juli 2014 einen Pachtvertrag über einen Teil des Frankfurter Heizkraftwerks West (HKW) ab. Für die VGF wurden auf diese Weise in 2017 ca. 26,88 Mio. kWh Allgemeinstrom und 51,67 Mio. kWh Fahrstrom erzeugt. Energieträger im HKW ist Steinkohle. Der Pachtvertrag gilt bis zum 31. Dezember 2019. Durch die Energieerzeugung aus Steinkohle sind die CO2-Emissionen der VGF gestiegen. Im Laufe des Jahres 2019 soll eine ökologisch verträglichere Lösung gefunden werden.

Vor diesem Hintergrund fragen wir den Magistrat:

  1. Welchen Anteil – im Vergleich zum motorisierten Individualverkehr – hat der elektrifizierte öffentliche Nahverkehr der VGF an der CO2- und Stickoxid-Bilanz Frankfurts indirekt über die Energieerzeugung aus Steinkohle des Heizkraftwerks West?
  2. Welche ökologisch verträglicheren Lösungen sind konkret ab 2020 geplant?
  3. Sind dadurch Kostensteigerungen zu erwarten und wenn ja, in welcher Höhe?
  4. Wie sieht die Prognose für den Energiebedarf des elektrifizierten Nahverkehrs in den nächsten fünf Jahren für Frankfurt aus?