Zuschuss für freie Träger der offenen Kinder- und Jugendarbeit erhöhen

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

Der Magistrat wird aufgefordert, die tarifbedingten Personalkostensteigerungen bei den freien Trägern der offenen Kinder- und Jugendarbeit für den Zeitraum 2015 bis 2019 zu berechnen und den bisher geplanten Zuschuss für die freien Träger der offenen Kinder- und Jugendarbeit für den Doppelhaushalt 2020/2021 entsprechend aus vorhandenen Mitteln zu erhöhen.

Begründung:

Ein Ausgleich für die tarifbedingten Personalkostensteigerungen bei den freien Trägern der offenen Kinder- und Jugendarbeit bis zum Jahr 2014 erfolgte letztmalig im Jahr 2016. Im Doppelhaushalt 2020/2021 werden bei der Zuschusserhöhung nur die zu erwartenden tarifbedingten Personalkostensteigerungen für die Jahre 2020/2021 erfasst. Das bedeutet, die tarifbedingten Personalkostensteigerungen für die Jahre 2015 bis 2019 wurden nicht durch eine entsprechende Zuschusserhöhung in den jeweiligen Haushalten ausgeglichen. Dadurch entsteht eine große Lücke, die ausgeglichen werden muss. Die Arbeit der freien Träger in der offenen Kinder- und Jugendarbeit und ihre Angebote sind für eine rasant wachsende Stadt wie Frankfurt extrem wichtig. Sie sind eine wertvolle Unterstützung, um Inklusion sowie die Integration von Migrantinnen und Migranten und geflüchteten Menschen zu fördern und den Herausforderungen von steigender Armut zu begegnen. Die Anforderungen an die freien Träger und ihre Kosten – zum Beispiel auch durch die gestiegene Inflation und ihren Auswirkungen auf Sachmittel und Mietkosten – sind seit Jahren ohne entsprechenden Ausgleich stetig gewachsen, das muss nun endlich ausreichend bei den finanziellen Zuschüssen bedacht werden.