Antisemitismus an Schulen

In einer Schule in Berlin-Friedenau wurde ein 14-jähriger jüdischer Schüler über mehrere Monate systematisch aufgrund antisemitischer Motivation von Mitschülern gequält, schikaniert und körperlich misshandelt, sodass ihn seine Eltern letztlich von der Schule heruntergenommen haben. Hiervon haben eigenartigerweise weder die Schulleitung noch die an der Schule unterrichtenden Lehrer etwas bemerkt. Der rot-rot-grüne Senat in Berlin schwieg weitgehend zu diesem Vorfall.

Vor diesem Hintergrund frage ich den Magistrat:

Sind an den Schulen in Frankfurt ähnliche Vorfälle bekannt, und welche Konzeption hat der Magistrat, um Problemfälle dieser Art frühzeitig zu erkennen?

 

Antwort des Magistrats:

Der Magistrat hat keine Kenntnis von antisemitisch motivierten Vorfällen an Frankfurter Schulen. Sollte der Magistrat entsprechende Kenntnis erlangen, wird er diesen Hinweisen nachgehen. Zuständigkeitshalber wurde über das Hessische Kultusministerium beim Staatlichen Schulamt um Amtshilfe gebeten.

Der Magistrat versteht es als seine Pflicht, Antisemitismus wie insgesamt allen Diskriminierungsformen aktiv und entschlossen entgegenzutreten. Auf kommunaler Ebene sind in diesem Zusammenhang unter anderem die Frankfurter Erklärung gegen Rassismus, das Integrations- und Diversitätskonzept für Stadt, Politik und Verwaltung und die von Herrn Oberbürgermeister Feldmann unterzeichnete Erklärung „Bürgermeister gemeinsam gegen Antisemitismus“ zu benennen.

 

Antragstellende Person(en):
Stadtv. Dr. Uwe Schulz