Ein Notfalltelefon für Mütter ohne Wochenbettbetreuung

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

  1. Der Magistrat wird aufgefordert zu prüfen und zu berichten, inwieweit ein Wochenbett-Notfall-Hausbesuch/Notfalltelefon unter dem Dach des Gesundheitsamtes – eventuell im Bereich der Frühen Hilfen – oder beim Jugend- und Sozialamt eingerichtet und von dort koordiniert werden könnte.
  2. Ferner wird der Magistrat gebeten die Einführung eines Parkausweises für Hebammen zu prüfen, mit dem diese im gesamten Stadtgebiet problemlos parken können.

Begründung:

Nur knapp über 50 Prozent der Frauen in Frankfurt haben laut der Befragungen vom Babylotsen-Team eine Hebamme für die Wochenbettbetreuung. Dieser gravierende Hebammenmangel macht ein schnelles Handeln notwendig – auch vor dem Hintergrund einer steigenden Geburtenzahl in Frankfurt. Am 30. November 2016 wurde das „Zwei-Säulen-Konzept“ den Teilnehmern des Runden Tisches vorgestellt und laut Antwort des Magistrats vom 16.11.2017 auf die Frage Nummer 903 aus fachlicher Sicht für gut befunden. In dem Konzept enthalten war das Wochenbett-Notfall-Hausbesuch/Notfalltelefon. Dies sollte die Betreuung durch freiberufliche Hebammen auf Dauer jedoch nicht ersetzen. Das Notfalltelefon könnte  für eine Übergangszeit zum Beispiel  unter dem Dach des Gesundheitsamtes    ̶  eventuell im Bereich der Frühen Hilfen  ̶  oder beim Jugend- und Sozialamt eingerichtet werden, bis wieder genügend Hebammen zur Verfügung stehen, um den Bedarf in Frankfurt und Umgebung zu decken. Gerade mit dem Bereich Frühe Hilfen könnten durch dieses Notfalltelefon positive Synergieeffekte entstehen. Zusätzlich wird der Magistrat gebeten die Einführung eines Parkausweises für Hebammen zu prüfen, mit dem diese im gesamten Stadtgebiet problemlos parken können. Da Hebammen während der Betreuung von Frauen und Familien regelmäßige Hausbesuche machen, würde ein Parkausweis eine große Arbeitserleichterung darstellen. Denn die allgemeine Parksituation in Frankfurt führt oftmals dazu, dass wichtige Betreuungszeit für die Suche nach einem Parkplatz verloren geht.

 Antragsteller:

Stv. Yanki Pürsün

gez.: Stv. Annette Rinn, Fraktionsvorsitzende