Krankenhauskeime

Beim Krankenhausbau in den Niederlanden und Dänemark wird schon bei der Innenausstattung der Gefahr der viel zitierten Krankenhauskeime durch zum Beispiel Türklinken und Bettgitter aus Kupfer entgegengewirkt.

Vor diesem Hintergrund frage ich den Magistrat:

Inwiefern sind den Verantwortlichen diese Möglichkeiten zur Verhinderung der bedrohlichen Krankenhauskeime bekannt, und in welcher Weise werden sie in den Krankenhäusern in Frankfurt beachtet?

 

Antwort des Magistrats:

Das Gesundheitsamt stellt ebenso wie die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene e. V. die keimreduzierende Wirkung von Vollguss-Kupferlegierungen nicht grundsätzlich in Frage, sieht aber andererseits auch keine Evidenz dafür, dass sich hierdurch die Zahl von Krankenhausinfektionen verringern lässt. Es gibt dementsprechend auch keine Empfehlung des Robert Koch-Institutes oder eine andere fachliche Empfehlung, die vom öffentlichen Gesundheitsdienst oder Kliniken umzusetzen wäre. Kliniken in Frankfurt, die Kupfer in diesem Sinn einsetzen, sind dem Amt nicht bekannt.

Das Gesundheitsamt setzt bei der Bekämpfung der Keime nicht auf bestimmte Materialien in den Klinken, sondern auf regelmäßige und sachgerechte Desinfektion aller wesentlichen Flächen, nicht nur der Türgriffe und Bettgitter. Die Qualität der Desinfektionsmaßnahmen gehört zu den Hauptaspekten, die bei jeder jährlichen Begehung der Kliniken seitens des Amtes überprüft werden. In den Häusern existieren genaue Arbeitsanweisungen zur Desinfektion aller Flächen.

Neben den Flächendesinfektionsmaßnahmen hat vor allem die Handhygiene einen maßgeblichen Einfluss auf die Verbreitung von Keimen in Krankenhäusern.

Antragstellende Person(en):
Stadtv. Yanki Pürsün