Amok-Alarmanlagen an Frankfurter Schulen müssen funktionieren

Bildung28. Februar 2019

Mit großem Entsetzen hat die FDP im Frankfurter Römer vernommen, dass die seit 2010 bestehenden Kommunikationsanlagen an Frankfurts weiterführenden Schulen, die mit einem zusätzlichen Amok-Alarm ausgestattet seien, erhebliche Mängel aufweisen und im Ernstfall nicht richtig eingesetzt werden können. „Bisher wurden bereits 50 Schulen mit solchen Anlagen ausgestattet und weitere 41 Schulen sollten eigentlich folgen. Dass sich nun herausstellt, dass die teuren Anlagen ihren eigentlichen Zweck nicht erfüllen, weil sie nicht funktionieren, ist erschreckend“, kommentiert Stefan von Wangenheim, bildungspolitischer Sprecher der FDP-Römerfraktion.

Ziel der Anlagen sei es, dass über Lautsprecheranlagen die Schulleiter Notrufe durch das Gebäude oder in einzelne Räume absetzen können. Umgekehrt sollen auch Lehrer in Notsituationen die Möglichkeit haben, aus den Klassenräumen hinaus Kontakt zum Sekretariat aufzunehmen, damit von dort die Polizei alarmiert werden könne. Eine Abfrage bei 46 Schulen habe ergeben, dass alleine bei 16 Schulen die Anlagen nicht funktionieren. „Hier besteht dringender Handlungsbedarf. Wir Freien Demokraten sehen den Magistrat der Stadt Frankfurt in der Pflicht, funktionstüchtige Anlagen an Frankfurts Schulen zu installieren – und zwar rundum einwandfrei funktionierende Anlagen. Wenn Schulleiter berichten, dass ihre teuer installierten Kommunikationsanlagen nicht funktionieren, kann der Magistrat nicht lapidar behaupten, dass die Anlagen optimal arbeiten würden. Immerhin geht es hier um die Sicherheit unserer Schülerinnen und Schüler. Nicht auszudenken, wenn sich die Schulen in einem Krisenfall auf eine Technik verlassen sollen, die im entscheidenden Moment nicht funktioniert. Bevor weitere Anlagen an Frankfurts Schulen installiert werden, müssen die jetzigen ausreichend geprüft werden. Sollte sich herausstellen, dass die Technik nicht den nötigen Anforderungen standhält, darf nicht weiter in das System investiert werden. Es müssen in diesem Fall Alternativen gefunden werden, die den Anforderungen in Krisensituationen an Schulen auch gerecht werden. Diese Anlagen sollten selbstverständlich auch regelmäßigen Härtetests unterzogen werden, damit im Ernstfall die höchstmögliche Sicherheit für unsere Schülerinnen und Schüler gewährleistet ist“, so von Wangenheim.