Ausbau der Otto-Hahn-Schule realisieren

19.02.2016

„Das Bildungsdezernat ist hinreichend bekannt für seine unkoordinierten und chaotischen Handlungen in der Frankfurter Bildungslandschaft. Schnellschussartig werden neue Schulen ins Leben gerufen, die weder über ein pädagogisches Konzept noch einen konkreten Standort verfügen. Hauptsache die besorgten Eltern sind fürs erste beruhigt und Bildungsdezernentin Sarah Sorge kann wieder die Stille in ihrem Dezernat genießen. Was aktuell im Frankfurter Norden mit der Otto-Hahn-Schule passiert, stößt bei uns Freien Demokraten auf völliges Unverständnis. Der Gymnasialzweig der Schule könnte problemlos erweitert werden. Für viele Eltern im Norden Frankfurts würd dies eine Option darstellen und die angespannte Situation im gymnasialen Bildungszweig entlasten“, kommentiert Stefan von Wangenheim, bildungspolitischer Sprecher der FDP-Römerfraktion und Mitglied im Ortsbeirat 15.

Die Nieder-Eschbacher Kooperative Gesamtschule könnte ihren gymnasialen Zweig um 60 weitere Plätze ausweiten. Aufgrund der anstehenden Sanierung der Otto-Hahn-Schule und des angeblich geringen Interesse der Eltern für die KGS sei das Bildungsdezernat zu dem Entschluss gekommen, dass eine Erweiterung der Schule nicht notwendig sei. „Auf welche konkreten Zahlen und Entwicklungsgrundlagen sich das Bildungsdezernat an dieser Stelle bezieht, ist unklar. Darüber hinaus führt die Äußerung der Bildungsdezernentin zu einer ungerechten Stigmatisierung jene Schülerinnen und Schüler, die bereits auf der Schule sind“, so von Wangenheim und erklärt weiter: „Die Nachfrage nach Gymnasiumsplätzen ist weiterhin ungebrochen hoch. Bereits jetzt platzt diese Schulform in Frankfurt aus allen Nähten. Auf Ortsbeiratsebene haben wir Freie Demokraten in der Vergangenheit immer wieder dafür plädiert, dass die Schullandschaft des Frankfurter Nordens unbedingt um ein gymnasiales Angebot erweitert werden muss. Zwar soll die Otto-Hahn-Schule laut Aktionsplan Schulbau saniert werden, jedoch ist mit dieser Maßnahme nicht vor 2018 zu rechnen. Auch das vorgesehene Gymnasium „Am Eschbachtal“ wird vor 2020 nicht ansatzweise im Frankfurter Norden realisiert sein. Der Ausbau der Otto-Hahn-Schule wäre eine Möglichkeit, die jetzt dringend benötigten Gymnasialplätze zu schaffen. Immerhin hätten wir mit der Otto-Hahn-Schule ein bestehendes Schulgebäude und ein hervorragendes pädagogisches Konzept – weit mehr als so manch neue Schule in Frankfurt. Es ist an der Zeit, dass auch in Frankfurt Bildung wieder großgeschrieben wird und wir unseren Kindern die beste Bildungslandschaft anbieten!“