Coronavirus: – Gesundheitsschutz für Obdachlose und Drogenabhängige

Soziales31. März 2020

In einem aktuellen Antrag fordert die FDP-Römerfraktion den Magistrat auf, den Gesundheitsschutz für Obdachlose und Drogenabhängige in Frankfurt deutlich auszuweiten. „Der Brandbrief vonseiten der Drogen-Hilfe an die Stadt Frankfurt ist alarmierend. Der Magistrat ist umgehend dazu aufgefordert, dringend Maßnahmen zu ergreifen, um die unhaltbaren Zustände im Bahnhofsviertel schnellstmöglich zu beenden“, betont Yanki Pürsün, gesundheitspolitischer Sprecher der FDP-Römerfraktion.

Obdachlose und Drogenabhängige gehören zu den Schwächsten der Gesellschaft. Ihre Gesundheit sei besonders von Infektionen bedroht. Aufgrund des Coronavirus sei die Gesundheit als auch die soziale Absicherung dieser Menschen besonders angespannt und eine soziale Sicherung sei in diesem Zusammenhang noch schwieriger sicherzustellen. „Gerade aus diesem Grund ist es wichtig, dass wir jene Personen, die in der Drogen-Hilfe oder in Einrichtungen für Obdachlose arbeiten, besonders schützen, damit sie in geeigneter Weise Maßnahmen zum Gesundheitsschutz für Obdachlose und Drogenabhängige auch ergreifen können. In diesem Zusammenhang sind bereits einfache Schutzmaßnahmen, wie die Anbringung einer Plexiglasvorrichtung an der Spritzenabgabe oder die Bereitstellung von Schutzausrüstung, damit im Falle einer Überdosis erste Rettungsmaßnahmen erfolgen können, umgehend von der Stadt Frankfurt umzusetzen“, so Pürsün und erklärt weiter: „Auch die Angebote der anonymen Sprechstunde beim Gesundheitsamt müssen bedarfsgerecht ausgeweitet werden und das Streetworking sowie Gesundheitsangebote müssen zusätzlich aufrecht erhalten werden, solange die Treffpunkte geschlossen sind. Es liegt in der Verantwortung der Stadt Frankfurt, drauf zu achten, dass sich das Coronavirus nicht ungehindert weiter im Frankfurter Bahnhofsviertel ausweiten kann“.