Heiße Schulhöfe, leere Dächer: Frankfurt scheitert an der eigenen Klimapolitik
Während die Stadt Frankfurt große Klimaversprechen macht, sitzen die Frankfurter Schüler heute auf glühenden Betonhöfen und lernen in Gebäuden mit veralteter Energieversorgung. Die FDP-Fraktion im Römer fordert einen Kurswechsel: weg von Symbolpolitik, hin zu konkreten Verbesserungen für die Menschen in dieser Stadt.
Nur wenige städtische Liegenschaften nutzen Solaranlagen, obwohl der Magistrat 40 Millionen Euro für den Ausbau bereitgestellt hat. Parallel dazu warten Eltern und Schüler auf die Beschattung der Schulhöfe, die sich laut Elternbeirat der Pestalozzischule im Sommer „wie eine Bratpfanne“ aufheizen. Das Ergebnis ist ein Zuständigkeitschaos zwischen Grünflächenamt, Schulhausverwaltung und Bauamt, aber kein Schatten.
„Klimaschutz beginnt nicht mit Hochglanzbroschüren, sondern mit Schattenbäumen auf dem Schulhof, Solarpanelen auf dem Schuldach und wo nötig auch mit Klimaanlagen in den Klassenräumen“, sagt Isabel Schnitzler, Sprecherin der FDP-Fraktion für Bildung und Schulbau. „Wenn Millionen bereitstehen, aber Kinder weiterhin auf überhitztem Asphalt sitzen, ist das kein Klimaschutz, das ist Politikversagen.“
Die FDP-Fraktion fordert klare Zuständigkeiten, pragmatische Lösungen und eine zügige Umsetzung der Ausbaupläne, im Interesse der Frankfurter Schülerinnen und Schüler.
