Homeschooling – gleiche Bildungschancen trotz der Corona-Krise

Bildung7. April 2020

Die aktuelle Situation stellt besonders die zahlreichen Schülerinnen und Schüler, deren Eltern und Lehrer vor erhebliche Herausforderungen. Ohne Vorlaufzeit mussten über Nacht Onlineplattformen mit Lehrmaterial gefüllt und Konzepte erstellt werden, damit alle Schüler mit Schulaufgaben ausgestattet werden können. „Nicht jede Schule kommt mit der neuen Situation so einfach zurecht. Es werden E-Mails mit Aufgaben verschickt oder online zur Bearbeitung gestellt. Einige Schüler verfügen jedoch nicht über die nötigen Endgeräte oder über einen Drucker, um das Lehrmaterial zu bearbeiten und auszudrucken. Damit jedoch alle Schülerinnen und Schüler, unabhängig von ihrem Elternhaus, die gleichen Bildungschancen erhalten, ist es wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler mit der notwendigen Hardware ausgestattet werden“, fordert Stefan von Wangenheim, bildungspolitischer Sprecher der FDP-Römerfraktion.

Aus Sicht der Freien Demokraten sei es daher erforderlich, dass der Magistrat sich umgehend mit IT-Herstellern in Verbindung setzt mit dem Ziel,  einen Vertrag auszuhandeln, der es ermöglicht, mobile Endgeräte zum Beispiel durch ein Leasingmodell für Schülerinnen und Schüler zu erwerben und gleichzeitig einen IT-Support garantiert. „Die bisherige Argumentation von Bildungsdezernentin Weber, eine Bindung an einen bestimmten Hersteller  vermeiden zu wollen, können wir Freie Demokraten an dieser Stelle nicht weiter gelten lassen. Gerade jene Schülerinnen und Schüler, die nicht über die technischen Voraussetzungen für die Umsetzung des Homeschooling verfügen,  gilt es umgehend auszustatten, damit für alle Frankfurter Schülerinnen und Schüler die gleichen Bildungschancen trotz der Corona-Krise bestehen. Wir dürfen an dieser Stelle niemanden vergessen oder es zulassen, dass Kinder aus sozial benachteiligten Familien vernachlässigt werden und nicht am digitalen Bildungsprogramm teilhaben können“, erklärt von Wangenheim und betont weiter: „Es wird Zeit, dass Frau Weber ihre Befindlichkeiten gegenüber einigen IT-Herstellern zur Seite legt und sich stattdessen darauf konzentriert, wie wir eine Standardisierung für alle Frankfurter Schulen erreichen. Da man nicht wisse, wie lange die jetzige Situation anhalte, sei es wichtig, dass man die Schulen in ihrem Handeln unterstütze und Voraussetzungen schaffe, die eine gute Lernbasis für alle Schüler ermöglicht. „Es wäre fatal, wenn Schülerinnen und Schüler aus dem System fallen, nur weil einzelne politische Akteure bei dem Thema digitale Bildung es nicht schaffen, aus ihren ideologischen Mustern auszubrechen. Der Bund hat im letzten Jahr das Digitalpaket für die Länder verabschiedet und das Land Hessen hat diesen Pakt zusätzlich finanziell aufgestockt. Dieses Geld muss nun dringend abgerufen werden. An dieser Stelle sehen wir Freie Demokraten Bildungsdezernentin Sylvia Weber in der Pflicht, schnell zu handeln. Es herrscht dringender Handlungsbedarf. Denn es geht es um die Bildung unserer Kinder und damit um deren Zukunft“, so von Wangenheim.