Kein städtischer Immobilienkauf zur Dauerrettung des Club Voltaire
Die FDP-Fraktion im Römer lehnt Überlegungen ab, wonach die Stadt Frankfurt zur Sicherung des Club Voltaire das von ihm genutzte Gebäude in der Kleinen Hochstraße erwerben soll, wie es zuletzt öffentlich diskutiert wurde. Hintergrund ist, dass der Mietvertrag nach Berichten zum Jahresende ausläuft und die Immobilie verkauft werden soll. Fraktionsvorsitzender Sebastian Papke erklärt: „Ein städtischer Millionenkauf ist keine Kulturpolitik, sondern die teuerste Form von Symbolpolitik.“
Papke hält es für politisch und finanziell falsch, wenn die Stadt ausgerechnet hier als Käuferin auftreten soll, während zugleich an vielen Stellen um knappe Mittel gerungen wird. „Der Club ist seit langer Zeit nicht mehr überlebensfähig aus eigener Kraft, der städtische Zuschuss ersetzt faktisch seit Jahren die Miete, ohne diese Unterstützung gäbe es den Betrieb in dieser Form nicht mehr“, so Papke. Nach Auffassung der FDP ist das keine tragfähige Grundlage, um dauerhaft öffentliches Geld zu binden, erst recht nicht über den Umweg eines Immobilienankaufs.
Dass Grüne und Linke einen Kauf befürworten und Kulturdezernentin Ina Hartwig Bereitschaft signalisiert hat, diesen Weg zu prüfen, zeigt aus Sicht der FDP vor allem die politische Schlagseite der Debatte. Papke sagt: „Wenn die Stadt Kultur fördert, dann transparent und nach klaren Kriterien, nicht durch den Ankauf einer Immobilie für einen einzelnen Träger.“
