Klimatechnik statt Kosmetik: FDP fordert Nachbesserung im Schulbau

vom

Zum Baubeginn des neuen Gymnasiums Römerhof kritisiert die FDP-Fraktion die technische Ausstattung der städtischen Schulneubauten. Zwar setze die Stadt auf Fassadenbegrünung, Sonnenschutz und Nachtlüftung, aktive Klimatisierung sei bislang jedoch nicht vorgesehen. Das greife zu kurz, denn moderne Klimaanlagen leisten mehr als reine Kühlung im Sommer: Sie können auch im Winter effizient heizen und so ganzjährig für ein gutes Raumklima sorgen.

„Ein gutes Lernumfeld hängt nicht nur von Architektur und Holzbauweise ab, sondern auch davon, ob Schüler bei Hitze konzentriert arbeiten und im Winter verlässlich warme Klassenräume vorfinden können“, erklärt Isabel Schnitzler, schulpolitische Sprecherin der FDP-Fraktion. „Moderne Klimaanlagen leisten beides und ersetzen teure Einzellösungen. Das ist technischer Standard und gehört in jeden Schulneubau.“

Zudem verweist die Fraktion darauf, dass die als „innovativ“ beworbene Holzhybridbauweise des Römerhofs im Wesentlichen der Konstruktion des bereits bestehenden Adorno-Gymnasiums entspricht. Von echter Innovation könne daher kaum die Rede sein.

Klimapolitische Sprecherin Ingrid Häußler ergänzt: „Die Fortschrittsfeindlichkeit insbesondere der Grünen, die ausschließlich auf Einsparung von Energie durch Passiv- und Niedrigenergiehäuser einerseits und Hochsubventionierung der erneuerbaren Energien andererseits gesetzt haben, hat uns bereits sehr viel Zeit und Geld gekostet. Wir brauchen einen Paradigmenwechsel hin zum konsequenten Einsatz modernster Technologien, ob bei Klimatechnik in öffentlichen Gebäuden oder bei der aktiven CO2-Entnahme. Das ist technisch längst möglich und darf nicht länger aus ideologischen Gründen blockiert werden.“

Die Liberalen fordern, ganzjahrestaugliche Klimaanlagen künftig verbindlich in allen Neubauten der Schulbauoffensive vorzusehen, statt sie nachträglich und teuer nachzurüsten.