Künstler brauchen wieder eine Bühne

Kultur30. April 2020

„Es ist sicherlich dringend notwendig, dass die Künstler in Frankfurt vom Kulturdezernat und von privaten Sponsoren finanziell während der Pandemie unterstützt werden. Gleichzeitig muss jedoch jetzt schon darüber nachgedacht werden, welche Möglichkeiten es gibt, dass Künstler so schnell wie möglich – natürlich in einem der Corona-Krise angemessenen Rahmen − auf einer Bühne vor Publikum auftreten können“, betont Stefan von Wangenheim, kulturpolitische Sprecher der FDP-Römerfraktion, und ergänzt: „Künstler brauchen die direkte Präsenz des Publikums und für die Bürger von Frankfurt wäre es sicherlich gut, wenn sie in Corona-Zeiten etwas Zerstreuung und Normalität finden könnten.“ Die Freien Demokraten haben deshalb verschiedene Ideen zusammen getragen, wie solche Auftritte umgesetzt werden könnten. In ihrem aktuellen Antrag fordern die Freien Demokraten den Magistrat dazu auf, nach Lösungen für Auftritte von Einzelkünstlern und kleinen Gruppen während der Pandemie zu suchen.

„Zum Beispiel könnten die Zuschauerräume von großen stadteigenen Bühnen – so lange der Spielbetrieb dort ruht − für Einzelkünstler oder kleine Gruppen geöffnet werden. Denn in den großen Räumen von stadteigenen Bühnen gibt es genügend Platz, um das Publikum weit genug auseinanderzusetzen, damit die Corona-Vorgaben eingehalten werden könnten“, meint Stefan von Wangenheim. Ebenfalls könne man mit verschiedenen Produktionen, die eine große Bühne und viel Platz für das Publikum benötigen würden, eventuell in große Hallen ausweichen, um genügend Abstand zwischen den Besuchern einhalten zu können. „Auch die Frankfurter Museen – wenn diese wieder geöffnet sind – sind sicherlich eine geeignete Plattform für Auftritte von Künstlern. Die Künstler können die Ausstellungen zum Beispiel musikalisch untermalen, haben gleichzeitig eine Bühne für ihre Kunst und können vor Publikum auftreten. Das wäre ein wunderbarer Gewinn für alle – für die Museen, die Künstler und die Frankfurter Bürger“, betont Stefan von Wangenheim.