Lehre aus Corona ziehen: Kindern- und Jugendlichen das Recht auf beste Bildung geben

Bildung30. Juni 2020

In einem Dringlichkeitsantrag fordern die Freien Demokraten im Römer  den Magistrat auf, die Hessischen Sommerferien zu nutzen, um mit Kita Frankfurt, dem Stadtschulamt, dem staatlichen Schulamt, den Schulleitungen sowie Vertreterinnen und Vertretern des Stadtelternbeirates ein Konzept zu erarbeiten, das einen geregelten Unterricht für alle Schüler unter den gegenwärtigen Bedingungen nach den Ferien ermöglicht. „In diesen unsicheren Zeiten muss es Ziel dieses Konzepts sein, allen Kindern die bestmögliche Bildung zu ermöglichen und keinen Schüler und keine Schülerinnen zurückzulassen“, betont Stefan von Wangenheim, bildungspolitischer Sprecher der FDP-Römerfraktion.

„Den Schülerinnen und Schülern, den Eltern, den Lehrern und auch den Schulleitungen wurde in den letzten drei Monaten eine Menge abverlangt, die Kräfte aller Protagonisten sind am Ende und die verfügbaren Urlaubstage der Eltern aufgebraucht“, so von Wangenheim weiter. Aus den Erfahrungen der letzten Monate müssten Lehren gezogen werden, um auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein. „Jetzt müssen zusätzliche pädagogische Kräfte eingestellt werden, Räume gefunden werden, Hygienekonzepte entwickelt werden und eine Möglichkeit gefunden werden, allen Schülerinnen und Schülern das notwendige Wissen zu vermitteln, auch wenn eine zweite Welle der Pandemie kommt“, sagt von Wangenheim und erklärt weiter: „Wir müssen prüfen, ob und wie aufgrund von fehlenden Erzieherinnen und Erziehern, die wegen der Gruppengrößen oder weil sie krankheitsbedingt ausfallen, auch fachfremdes Personal zur unterstützenden Betreuung der Kinder eingesetzt werden kann.“

Ein weiterer Aspekt im Konzept der Freien Demokraten liege in der IT-Ausstattung der Schulen. „Wir brauchen ein Basiskonzept, das Schulen einen digitalen Fernunterricht ermöglicht. Die Fördermittel aus dem DigitalPakt müssen sofort abgerufen werden und Ziel muss es sein, dass bis zum Ende des Jahres alle Schülerinnen und Schüler über ein mobiles Endgerät verfügen. Die Argumentation der Bildungsdezernentin, dass es noch zu früh für solch ein Konzept sei, lassen wir Freie Demokraten nicht gelten. Die bisherige Corona-Pandemie hat wie ein Brennglas deutliche Schwächen unseres Bildungssystems aufgezeigt, die es jetzt zu beseitigen gilt. Es geht um die Bildung und Zukunft unsere Kinder, die nicht warten kann“, betont von Wangenheim mit Nachdruck.