Neue Grundschule im ‚Schönhof-Viertel‘ – Aus Fehlern lernen

Bildung19. Juli 2018

„Die Idee, aus einem ungenutzten Industriestandort an der Rödelheimer Landstraße ein lebendiges Wohnquartier entstehen zu lassen, begrüßen wir Freie Demokraten. Dass im Zuge des geplanten ‚Schönhof-Viertels‘ auch eine Grundschule geplant ist, halten wir an dieser Stelle nicht nur für richtig, sondern für dringend erforderlich. Die Planungen zusätzlicher Grundschulen sind notwendig, weil immer mehr junge Familien ihren Weg nach Frankfurt finden und die Zahlen der Schülerinnen und Schüler kontinuierlich ansteigen. Wir Freie Demokraten sind jedoch aufgrund gemachter Erfahrungen im Hinblick auf die Prognosen der zu erwartenden Schülerzahlen skeptisch. In einer aktuellen Anfrage wollen wir daher wissen, welche Eckpunkte Grundlage der Prognose für neue Grundschulen sind und ob bereits mögliche Erweiterungsflächen mit einkalkuliert wurden“, erklärt Stefan von Wangenheim, bildungspolitischer Sprecher der FDP-Römerfraktion.

Die seinerzeitigen Planungen für die Grundschule auf dem Riedberg habe gezeigt, wie sensibel und wichtig der Umgang mit Prognosen sei und dass Frankfurts Schulen aufgrund der steigenden Schülerzahlen dringend Erweiterungsmöglichkeiten benötigten. „In allen drei Stadtteilen, die unmittelbar um das geplante Neubaugebiet bestehen, haben die Grundschulen bereits jetzt die Grenzen ihrer Kapazitäten erreicht und müssten erweitert werden. Welchen Einfluss die geplante Grundschule auf die bereits bestehenden Grundschulen im Stadtteil und den umliegenden Stadteilen hat, gilt es aus unserer Sicht zu klären. Durch die zusätzlichen Kinder, die südlich der Rödelheimer Landstraße zu erwarten sind, wird der Druck auf die bestehenden Grundschulen sowie vor allem auf die weiterführenden Schulen in den Stadtteilen Bockenheim, Rödelheim, Hausen und Praunheim weiter steigen“, so von Wangenheim und erklärt weiter: „Besonders die Auswirkungen auf die weiterführenden Schulen müssen frühestmöglich geklärt werden, damit es bei den Übergängen von den Klassen 4 auf die Klassen 5 nicht zu bösen Überraschungen kommt – so wie wir sie in den letzten Jahren immer wieder erleben mussten. Vor diesem Hintergrund wollen wir Freie Demokraten vom Magistrat wissen, welche Maßnahmen geplant sind, damit die Bildungsregion um die neue Grundschule ausreichend Plätze für die zusätzlichen Schülerinnen und Schüler an den weiterführenden Schulen hat und ob diese dann auch wohnungsnah unterrichtet werden können. In der Vergangenheit sind gravierende Fehler in der Frankfurter Bildungslandschaft gemacht worden, mit deren Folgen wir uns noch in den nächsten Jahren werden beschäftigen müssen. Das darf sich nicht wiederholen“.