Städtische Bühnen –Kommunikationsdesaster der Kulturdezernentin

Kultur4. Juni 2019

Mit großer Verwunderung hat der kulturpolitische Sprecher der FDP-Römerfraktion, Stefan von Wangenheim, den Vorstoß der Kulturdezernentin Dr. Hartwig zur weiteren Entwicklung der Städtischen Bühnen vernommen. „Dass wir Stadtpolitiker mal wieder erst aus der Presse erfahren müssen, wie der neuste Stand zur Frage ‚Sanierung oder Neubau‘ bei den Städtischen Bühnen ist, empfinden wir Freie Demokraten zunehmend als Unverschämtheit. Immerhin ist es die Frankfurter Stadtverordnetenversammlung, die am Ende des Tages über die Kosten und damit über die Zukunft der Städtischen Bühnen zu entscheiden hat“.

Bereits seit Monaten habe die Kulturdezernentin ihre mangelnde Entscheidungsfreudigkeit demonstriert und das Schauspielhaus sowie die Oper in der Luft hängen lassen. „Dass nun endlich erste Entscheidungen getroffen werden und die Stabstelle ‚Städtische Bühnen‘ eine Zwischenbilanz vorstellt, ist zwar zu begrüßen, jedoch wäre es an dieser Stelle wünschenswert gewesen, wenn Frau Dr. Hartwig allen Mitglieder des Kulturausschusses bereits vorab ihre Lösungsvorschläge und Ideen präsentiert hätte – im letzten Kulturausschuss wäre dazu die Gelegenheit gewesen“, so von Wangenheim und erklärt weiter: „Stattdessen wird keine zwei Wochen später eine große Pressekonferenz initiiert und wie Phönix aus der Asche präsentiert Frau Dr. Hartwig eine erste Zwischenbilanz – und das, nachdem über ein Jahr nichts passiert ist. Es gehört an dieser Stelle zu den Gepflogenheiten der Kommunalpolitik, dass die beteiligten Stadtverordneten hinreichend vorab informiert werden. Stadträtin Dr. Hartwig würde es gut zu Gesicht stehen, wenn sie bei den Plänen zu den Städtischen Bühnen ihre Rechnung gemeinsam mit dem Wirt machen würde. Hat die Diskussion, ob Neubau oder Sanierung der Städtischen Bühnen doch eines deutlich gezeigt: Wir müssen als Stadt an einem Strang ziehen und gemeinsam einen Weg finden, wie wir die Zukunft der Städtischen Bühnen sichern – Alleingänge sind fehl am Platze“.