Steigende Anforderungen an die freien Träger endlich anerkennen!

Soziales26. August 2019

„Für uns Freie Demokraten war es vollkommen unverständlich, dass die Regierungskoalition im Haushalt 2019 nicht die zusätzlichen Mittel in Höhe von 1,96 Millionen Euro für die freien Träger der offenen Kinder- und Jugendarbeit eingestellt hat, die von diesen dringend benötigt wurden, um Tarifsteigerungen aufzufangen“, konstatiert Yanki Pürsün, der sozialpolitische Sprecher der FDP-Römerfraktion und ergänzt: „Deshalb haben wir diesen Sachverhalt in unserer aktuellen Anfrage wieder aufgegriffen und möchten vom Magistrat wissen, welche konkreten Planungen er für die freien Träger für den Doppelhaushalt 2020/2021 hat.“

Laut dem Etatantrag E 24/19 der Regierungskoalition sollte bis Juni 2019 vom Magistrat berechnet werden, was die Tarifsteigerungen für die freien Träger im Kinder-, Jugend- und Sozialbereich sowie im Drogen-, Gesundheits-, Kultur- und Frauenbereich bedeuten, um eine schrittweise Anpassung ab 2020/2021 vorzubereiten. „Dabei hatten die freien Träger bei der Debatte zum Haushalt 2019 schon mehrfach eindringlich darauf hingewiesen, was ein Ausbleiben der Zuschusserhöhung bedeuten würde: Zum Beispiel müssten Angebote gestrichen und Personalkürzungen vorgenommen werden“, bemerkt Yanki Pürsün. Aus diesem Grund möchten die Freien Demokraten durch ihre Anfrage unter anderem erfahren, welche Einrichtungen in welchen Bereichen bereits ihre Angebote reduzieren mussten.

„Die Arbeit freier Träger in der offenen Kinder- und Jugendarbeit und ihre Angebote sind für eine rasant wachsende Stadt wie Frankfurt extrem wichtig. Sie sind eine wertvolle Unterstützung, um Inklusion sowie die Integration von Migrantinnen und Migranten und geflüchteten Menschen zu fördern und den Herausforderungen von steigender Armut zu begegnen. Die Anforderungen an die freien Träger und ihre Kosten sind seit Jahren stetig gewachsen, das muss nun auch endlich bei den finanziellen Zuschüssen bedacht werden,“ betont Yanki Pürsün.